13.11.2017, 12:40 Uhr

Stefanie Wergers wüde Gschichten: 'Ich dachte ich bin eine Hexe'

Kommenden Samstag in Ober-Grafendorf: Stefanie Werger (Foto: Linda Dziacek)
BEZIRK. Mit ihrem Programm "Schene Liada - wüde Gschichten" beehrt Stefanie Werger am kommenden Samstag die Pielachtalhalle in Ober-Grafendorf. Die Bezirksblätter führten vorab ein amüsantes Telefoninterview mit der Musikerin.

Bezirksblätter: Was wäre denn die wüdeste Gschicht?
Stefanie Werger: Es gab ein Trio in Graz, da wollte ich unbedingt einsteigen. Ich habe ihnen auch stimmlich gefallen, aber sie sangen schon zu dritt. Ich spiele ja auch Klavier, aber einen Orgler, so nannte man das damals, hatten sie schon. Ich habe mir gewünscht, dass er nicht spielen kann. Tatsächlich hat er sich dann beide Füße gebrochen. Danach hatte ich Angst vor mir selbst und dachte, ich bin eine Hexe, weil mein Wunsch in Erfüllung ging. (lacht)

Sie haben langen für Ihren Traum Lieder zu publizieren gekämpft. Welche Tipps haben Sie an junge Menschen, die ebenfalls in den Schritt in die Musik Branche wagen wollen?
Wenn sie an sich glauben, dann sollen sie auf die Bühne gehen und spielen. Denn nur so bekommen sie ein Gefühl für die Bühne. Wenn sie nicht gut genug sind, kriegen sie eh keinen Applaus. Dieser Weg ist besser als ein Casting, denn die Gewinner sind auch nicht lange übergeblieben. Ich habe immer alle Register gezogen um auch ein kleines Publikum zu befriedigen. Heute spiele ich nur noch einzelne Konzerte, weil eine Tournee sehr anstrengend ist. Man sollte immer kritisch mit sich selbst bleiben, denn es gibt immer etwas, was man besser machen kann. Durch die harte Arbeit ist man langfristiger oben als mit einem Schnellschluss.

„Als ich auszog, berühmt zu werden“ (Buch) - Ist es schwer, sich der Öffentlichkeit so zu offenbaren und auch seine verletzte Seite zu zeigen?
Ich habe meine verletzte Seite immer gezeigt, auch in allen Liedern. Wichtig ist die Ehrlichkeit sich selbst gegenüber - es geht ja vielen Frauen so. Aus Niederlagen lernt man und ich war schon immer schonungslos zu mir selbst. Es ist eine Stärke von mir und die Leute mögen mich dafür - glaub ich zumindest (lacht).

Singen, Bücher schreiben, Kabarett - Sie sind sehr kreativ. Gibt es denn noch ein Hobby, welches niemand von Ihnen erwarten würde?
Ja, Poker würfeln. (lacht) Ich spiele das leidenschaftlich gerne mit meinem Mann. Nur habe ich momentan leider eine Verlierer-Phase. Aber es kommt auch wieder die Phase, wo ich gewinne.

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