29.05.2017, 16:15 Uhr

Vom Tornado zum "Mailüfterl"

Funktionäre: Bernhard Hochecker u. Rainer Schrattenholzer. (Foto: privat)

Der HC Tornados Neidling kickt seit mehr als zehn Jahren, mit viel Spaß

NEIDLING. "Wie wir den Verein vor 12 bis 13 Jahren gegründet haben, waren wir noch ordentliche Lüfterl. Jetzt sind wir nur noch Mailüfterl", erklärt Bernhard Hochecker den Vereinsnamen HC Tornados Neidling.
Jeden Mittwoch trifft sich der Hobby-Fußballclub zum Training. 16 bis 17 Mitglieder spielen noch aktiv. Die ältesten sind 55 Jahre, die jüngsten 15. "Um den Dunkelsteinerwald-Cup spielen mit uns fünf Mannschaften. Und wir sind mit Abstand die älteste", lacht Kassier Hochecker. Dennoch passt die Leistung: Erst Mitte Juni steigt das Abschlussmatch, doch aktuell liegen die Tornados auf dem guten zweiten Platz.

"Alte müssen herhalten"

Dennoch, der Jugend stehen die Türen offen. "Die Matches sind halt an Wochenenden. Da will die Jugend lieber fortgehen oder am Samstagnachmittag etwas anderes machen. Dann müssen halt wir Alten herhalten", schmunzelt Hochecker und fügt hinzu, "und in der Arbeit kriechen wir dann umeinander, weil uns alles weh tut." Eines ist klar: Bei den Neidlinger Tornados rennt der Schmäh. Und das ist es, was bei einem Hobby-Club zählt.


Kassier im Interview: "Das war die größte Genugtuung"

Ihr glücklichster Spielmoment?
BERNHARD HOCHECKER: Das sind die frühen Jahre. Vor dem Dunkelsteinerwald-Cup haben wir bei der normalen Hobbyliga mitgespielt. Da haben wir dann aufgehört, weil die anderen zu jung waren. Der FC Kasten war die stärkste Mannschaft. Aber wir haben trotzdem zwei bis drei Mal gegen ihn gewonnen, das war die größte Genugtuung.

Wann haben Sie gezittert?

Das gibt's gar nicht. Es soll Spaß machen und es soll sich keiner weh tun. Man soll sich dann noch zusammensetzen können mit den Gegnern und gemütlich ein Bier trinken, nicht streiten. Leider steigern sich andere Mannschaften viel rein. Wenn man sich nach einem Match nicht in die Augen schauen kann, ist das ein Käse. Uns ist es auch wurst, ob wir Zweiter oder Letzter werden.

Was wünschen Sie sich von der heutigen Jugend?
Dass sie sich mehr interessiert für das Ganze, es sich anschaut und mitmacht. Und wenn es ihr Spaß macht, soll's dabeibleiben.

Was gibt so ein Verein?
Ich hab auch in der Jugend schon bei einem Verein Fußball gespielt. Mit dem bin ich immer noch verbunden. Man hat einfach eine Verbindung zur Ortschaft und zur Gemeinschaft.

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