29.11.2016, 13:26 Uhr

Zeit die GIS-Gebühren abzudrehen.

Sankt Pölten: Amt der NÖ Landesregierung |

Der öffentlich rechtlichen Rundfunk muss endlich ins 21. Jahrhundert geholt werden. Die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, und nur der ORF hängt in der Vergangenheit fest. Nicht nur, dass der ORF immer noch von SPÖVP und den Landesfürsten für ihren eigenen Machterhalt missbraucht wird, soll nun auch das neue Finanzloch von 42 Millionen Euro per Knopfdruck durch eine Erhöhung der GIS-Gebühren finanziert werden.


"Dieses System müssen wir abdrehen“, erklärt NEOS-Klubobmann Matthias Strolz die Notwendigkeit für die Petition. „Die GIS ist alles andere als treffsicher und gerecht. Sie gehört besser heute als morgen abgedreht! Die Menschen verstehen nicht mehr, wieso sie immer mehr für immer weniger zahlen sollen,“ zeigt Strolz weiter auf. Das belegen auch die Zahlen auf der Online-Petition, gisabdrehen.at: Nach nur einer Woche haben bereits über 87.000 Menschen dafür unterschrieben, die GIS abzudrehen.

„Unser Ziel ist ein starker ORF mit starker journalistischer Leistung und starken öffentlich-rechtlichen Inhalten – das geht nur mit massiven Reformen und ohne politische Einflussnahme“, zeigt sich auch NEOS-Mediensprecher Niko Alm überzeugt. „Der ORF muss sich auf seine Kernkompetenz als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt besinnen, anstatt Hollywood-Blockbuster zu kaufen und mit teuren Inseraten zu bewerben. Die Rundfunkgebühren bedecken weit mehr, als für die Erfüllung dieses Auftrags notwendig ist“, so Alm weiter. Statt sich über die GIS-Gebühren zu finanzieren, soll der ORF in Zukunft über eine Medienförderung Neu aus dem Bundesbudget finanziert werden. „Nicht zuletzt muss auch der Stiftungsrat verkleinert und politisch unabhängig nach Vorbild eines AG-Aufsichtsrat besetzt werden. Es ist absurd, dass Parteien und Landesfürsten noch immer Einfluss auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben.“

Laut einem Bericht der European Broadcasting Union (EBU) erhält der ORF nur 68,8 Prozent der GIS-Gebühren. Der Rest sind Landesabgaben und Steuern.

"Wenn der ORF also die GIS-Gebühren kassiert, freuen sich die Landesfürsten gleich mit. Die bekommen nämlich einen Teil davon und es ist nicht immer klar, wofür dieser Teil schlussendlich verwendet wird. Das muss schleunigst geändert werden," so Tobias Monte vom NÖ-Landesteam.

ORF geht anders - Link zur Petition: www.gisabdrehen.at
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Karl Maurer aus Krems | 29.11.2016 | 19:50   Melden
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