19.08.2016, 09:11 Uhr

Arbeiterkammer St. Pölten: 978.564 Euro für Beschäftigte

Rechtsschutzexperte Gerald Novak, Bezirksleiter Andreas Windl und Vizepräsident Michael Fiala präsentieren das Ergebnis, das die AK St. Pölten für die Beschäftigten erreicht hat. (Foto: Manfred Kellner)
ST. PÖLTEN / KREMS (mk) Die ArbeiterkammeR Niederösterreich hat im ersten Halbjahr 2016 mehr als 84.000 Arbeitnehmer im Bundesland geholfen. Das teilte AK-Vizepräsident Michael Fiala auf der Halbjahres-Pressekonferenz in Krems mit. „Wir haben für diese Mitglieder 20 Millionen Euro erkämpft!“ resümierte er. Im Bezirk St. Pölten waren es 978.564 Euro.

Sechste Urlaubswoche gefordert

Bei den Streitpunkten zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer ging es um ausstehende Löhne und Gehälter nach Insolvenzen, um Abfertigungen, die den Betroffenen vorenthalten wurden, oder um Nachzahlungen, weil Beschäftigte mitunter monatelang unter Kollektivvertrag bezahlt wurden. Angesichts zunehmenden Arbeitsverdichtung forderte Vizepräsident Fiala eine sechste Urlaubswoche für alle.

1.797 Beratungen in St. Pölten

Auch der Bezirksstellenleiter der AK St. Pölten, Andreas Windl, konnte auf eine eindrucksvolle Bilanz in seinem Aufgabenbereich verweisen: Im ersten Halbjahr 2016 hat die AK St. Pölten 1.797 Beratungen durchgeführt, 143 Mal bei Arbeitgebern interveniert und 83 Mal kostenlosen Rechtsschutz geleistet. Die AK St. Pölten forderte für 143 Beschäftigte ausstehende Löhne und Gehälter ein. „Leider haben es einige Arbeitgeber auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen“, so Windl. 83 Fälle mussten vor dem Arbeitsgericht ausgefochten werden. Für die Arbeitnehmer konnten im Bezirk St. Pölten insgesamt 255.230 Euro an Entgeltnachzahlungen erreicht werden. Weitere 723.334 Euro wurden für 159 Beschäftigte aus 20 insolventen Betrieben gesichert. Alles in allem waren es 978.564 Euro, die die AK St. Pölten in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres für die Arbeitnehmer erstritten hat.
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