15.11.2016, 13:23 Uhr

OBI: „Den Biber habe ich gewählt weil er ständig baut“

Manfred Maus und Volkmar Hutschinski (Foto: WIFI NÖ)

Das erklärt OBI-Gründer und Visionär Manfred Maus beim WIFI-Seminar-Highlight

ST. PÖLTEN (red). Unsere Welt verändert sich durch die Digitalisierung in einem atemberaubenden Tempo. Als Unternehmer steht man vor der Herausforderung, den Wandel rechtzeitig zu erkennen und die Konsequenzen für das eigene Geschäft richtig einzuschätzen. Was werden unsere Kunden im Jahr 2020 für Erwartungen haben? Bei dieser Frage geht es nicht nur um technische Entwicklungen, sondern auch um kulturelle Aspekte.
Vom Top-Speaker Manfred Maus, Mitbegründer der OBI-Baumärkte, erfuhren Interessierte am 9. 11. im WIFI St. Pölten wie man den Blick nach vorne richtet und dabei seinen eigenen Prinzipien treu bleibt.

Zukunftsorientiertes Denken

Schon mit der Eröffnung des ersten OBI Marktes 1970 bewies Manfred Maus zukunftsorientiertes Denken. Seine Idee war es, dem Heimwerker alles, was er braucht, unter einem Dach zu bieten. In einem einzelhandelsbezogenen Umfeld schaffte er ein zielgruppenorientiertes, kundenfreundliches Home Center für den Heimwerker - im Gegensatz zur damals branchenorientierten Einzelhandelslandschaft. "Pünktlichkeit, Freiheit, Verantwortung und Gerechtigkeit sind die Grundwerte, die ein Unternehmer vermitteln und vorleben muss. Nur so kann er dauerhaft erfolgreich bleiben", so Maus. Als Logo für die OBI-Baumärkte wählte er den Biber, da der ständig baut. Wie führt man aber nun sein Unternehmen in die Zukunft? Eine der wichtigsten Kompetenzen von Unternehmer/innen ist es laut Maus, den Wandel rechtzeitig zu erkennen. Die Digitalisierung hält auch in den Baumärkten Einzug und die Verbindung mit der Dienstleistung der Handwerker wird in Zukunft noch stärker stattfinden.

"Wenige echte Leader"

„Heute gibt es aber leider ganz wenige echte Leader“ meint Maus, der sein Unternehmen vorausdenkend zum Erfolg führte. Seine zwei wichtigsten Werte, die er in seinem langen und erfolgreichen Arbeitsleben identifiziert hat, sind Disziplin und Konsequenz. Auch das Vertrauen zu den Mitarbeitern prägt seinen Führungsstil und das alljährliche Messen der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit – da muss man am Ball bleiben, meint der 81-jährige Visionär.

Weiterbildung ist wichtigste Investition

Er gewährte bei seinem abwechslungsreichen Vortrag auch Einblicke in seine beruflichen Erfahrungen, Werte und zukunftsweisende Empfehlungen für Unternehmer wie er mit den OBI Bau- und Heimwerkermärkten die bis dahin noch unbekannte Franchise-Idee nach Deutschland brachte und sie zu einer der erfolgreichsten Unternehmensgruppen in ganz Europa ausbaute. Im zweiten Teil des Seminarhighlights wurde den Teilnehmern ein Blick in die Praxis und die erfolgreiche Umsetzung des OBI-Franchisesystems in Österreich gewährt.
Markus Hutschinski, Vorstand und Geschäftsführer von Sochor und OBI mit 4 Filialen in Wien und Niederösterreich und sein Team zeigten, wie sie Vision und Unternehmertum miteinander verbinden und umsetzen.
Abschließend meinte Maus noch, dass die Weiterbildung die wichtigste Investition in die Zukunft aller Mitarbeiter ist. Das Lernen ist für ihn so selbstverständlich wie trinken und essen.
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