Bischof warnt vor "Herrschaft der Ökonomie"

Diözesanbischof Alois Schwarz
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Vor einer reinen Vorherrschaft der Technik, der Medizin und der Ökonomie hat Diözesanbischof Alois Schwarz bei der Eröffnung des dritten „Finance & Science“-Kongresses in St. Georgen am Längsee gewarnt.
Bei dieser Gelegenheit sprach sich Schwarz für einen „neuen Lebensstil, der charakterisiert ist von einem gerechten Umgang miteinander, von einem Wohlwollen füreinander und von einer fürsorgenden Verantwortlichkeit untereinander“ ausgesprochen. Die Wirtschaft folge oft, so Bischof Schwarz, einer „Logik des quantitativen Mehr – mehr Wachstum, mehr Arbeitsplätze, mehr Flexibilität, mehr Sparen“. Dieses „quantitative Mehr“ müsse von einem „qualitativen Mehr“ und einem „Anders“ abgelöst werden.

Dazu sei der Diskurs zwischen Ökonomie und Religion unerlässlich. Dieser Diskurs fordere Alternativen zum gängigen Lebensstil und den gängigen Wirtschaftspraktiken. „Unsere Gesellschaft neigt dazu, dass die Kräfte der Technik und der Naturwissenschaft, aber auch der Medizin und Ökonomie so vorherrschend werden, dass letztlich der Mensch nur noch um sich selber kreist oder zum bloßen Objekt dieser Kräfte reduziert wird“, sagte Bischof Schwarz.

Es brauche zukünftig „verstärkt Initiativen und Bewegungen, die für eine nachhaltigere und ressourcenschonende Wirtschaft eintreten, für einen gemäßigten Lebensstil, für einen anderen Umgang mit Energie, für ein Verständnis von Entwicklung, das nicht ausschließlich am Bruttonationalprodukt als Gradmesser abgelesen wird“. Weiters brauche es eine Zuordnung von Real- und Finanzwirtschaft ebenso wie einen neuen globalen Ordnungsrahmen für eine global aktive Wirtschaft.

Autor:

Peter Lindner aus Klagenfurt

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