Das Faschingsfieber grassiert seit 25 Jahren

Präsident Bernhard Seidl
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ALTHOFEN. Eine humorvolle Zeitreise wird dieses Jahr bei den zehn Faschingssitzungen im örtlichen Kulturhaus unternommen. Anlass dafür ist das 25-jährige Bestehen der Faschingsgilde Althofen.

Senioren als Gradmesser
Wenn die traditionelle Vorstellung für das ältere Publikum als Stimmungsbarometer hergenommen wird, dann kann man sich bei den restlichen Sitzungen auf einiges gefasst machen. Die spielfreudigen Akteure brachten das Publikum zeitweise zum Toben und hätte die körperliche Konstitution nicht dagegen gesprochen, wäre es wohl vor Begeisterung auf die Tische gestiegen.
Die stets vom Lampenfieber geplagte Langzeit-Regisseurin Helga Schnattler kann aufatmen: Die vielfältige Narrentruppe hält wieder eindrucksvoll das, was man sich von ihr verspricht: Vier Stunden Unterhaltung pur. Die Mischung von mehr oder weniger kritischem, aber durchwegs gepfeffertem Klamauk, musikalischen Höchstleistungen, sowie Tanz und Akrobatik auf extem hohem Niveau garantiert einen wahrlich vergnüglichen Abend.
Mit launigen Worten moderiert Präsident Bernhard Seidl gekonnt den Ablauf und wird nach dem umjubelten Auftritt eines der Althofner Faschingsgiganten unüberseh- und -hörbar emotional: Heinz Lagler verlässt nach dieser Saison unwiderruflich die Narrenbühne seiner Heimatstadt. Ein Vierteljahrhundert hat der begnadete Komödiant und Stimmenimitator den hervorragenden Ruf der Gilde mitgeprägt. Als Abschiedsgeschenk versetzt sich der Ausnahmekünstler gesanglich noch einmal in die Haut von vielen bekannten Künstlern und erntet dafür nicht mehr enden wollende Standing Ovations.

Durchwegs gute Akteure

Weitere Protagonisten namentlich hervorzuheben, ist nicht einfach, verdienen würden es alle, die an dieser großartigen Aufführung, vor und hinter den Kulissen engagiert dabei sind. Allerdings, an der Erwähnung von Willie Wurzer und Andreas Fischer, der am Freitag bei den "Althofner Tschentsche" für die erkrankte Andrea Köck einsprang, kommt man ganz einfach nicht vorbei. Das kongeniale Duo drückt auf die "Lachdrüsen", dass es nur so eine Freude ist. Alles in allem ist der Faschingsgilde Althofen zu ihrer Jubiläumssitzung herzlichst zu gratulieren!

Einige Sprüche der Althofner Akteure:

"Der Nachtwächter",
Günther Herbst:

"Weibersleute, lasst euch sagen, begrapscht die Männer, anstatt zu klagen"

"Jetzt kommt dem Grasser gar das Schaudern, die Freunde fangen an zu plaudern"

"Henriette", Andreas Fischer:

"Dass mich mein Mann verlassen hat, das habe ich ihm verziehen, aber nicht, dass er zurückgekehrt ist"

"Vor dem Haubenrestaurant Bachler steht eine Tafel mit der Aufschrift 'Hier kocht der Chef persönlich' und gleich darunter 'Probieren Sie es trotzdem!'

"Letztens war ich beim Prechtlhof und habe die Kellnerin gefragt, wie oft eigentlich die Tischtücher gewechselt werden. Sie konnte es mir nicht sagen, sie ist erst ein halbes Jahr dort beschäftigt"

"Althofner Tschentsche" und "Della Tour-Alkoholiker", Willie Wurzer:
"Der Arzt meint, Geistesblitze sind bei mir brandgefährlich - das kommt daher, weil ich soviel Stroh im Kopf habe"

"Zuhause bin ich wirlich ein echter Zauberkünstler und mein bester Trick ist es, Frauen zu zersägen. Jetzt habe ich halt zwei Halbschwestern"

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