Das Rüsthaus platzt aus allen Nähten

Jürgen Sampl und Pius Sonnberger
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Lokalaugenschein: Das St. Veiter Feuerwehrhaus hat schon längst die Kapazitätsgrenzen erreicht.

Seit dem Gründungsjahr 1869 befindet sich die Freiwillige Feuerwehr St. Veit am selben Standort - und seit Monaten wird über einen Neubau diskutiert. Die WOCHE hat sich das altehrwürdige Gebäude angesehen.

Bis an die Decke

Immerhin - die Freiwillige Feuerwehr St. Veit dürfte die einzige Garage mit einem hunderte Jahre alten Gewölbe weit und breit besitzen. Glücklich ist man darüber aber nicht. "Das ist so ziemlich das unzweckmäßigste, was man sich vorstellen kann", sagt Jürgen Sampl, Pressesprecher der Feuerwehr, während er zwischen den Fahrzeugen durchgeht, die in der Höhe die gesamte Garage ausfüllen. "Das sind übrigens alles Sonderanfertigungen. Für die herkömmlichen Modelle ist unsere Garage zu klein", verrät er.
Über zwölf Fahrzeuge verfügt die St. Veiter Feuerwehr, eines muss schon jetzt ständig im Freien geparkt werden. Die restlichen elf stehen dicht gedrängt in der Garage, zwischen den Fahrzeugen kann man sich bestenfalls seitlich durchschieben und bei einem muss der Fahrer überhaupt über die Beifahrerseite einsteigen - die Garage ist an dieser Stelle zu schmal. Jeder freie Platz genützt wird auch im Werkstattbereich - Regale, die bis an die Decke reichen, prägen das Bild. Eng sind auch die Gänge, in denen sich im Ernstfall bis zu 64 Feuerwehrleute drängen.

Unter Denkmalschutz

Adaptiert wurde das Gebäude immer wieder. Vor 25 Jahren wurde die Garage verlängert, damit die größeren Autos Platz haben. "Ich bin mir sicher, dass heute eine solche Baumaßnahme nicht mehr möglich wäre - da kämen wir mit dem Denkmalschutz in Konflikt", so Sampl.
Eine etwas andere "Erweiterung" des Rüsthauses schaffte die Feuerwehr St. Veit mit der Anmietung einer Lagerhalle in der Gewerbesiedlung, wo verschiedene Hänger abgestellt sind. "Wenn es zum Beispiel einen Großbrand im Siedlungsgebiet gibt, muss ein Fahrzeug erst zur Halle fahren, holt dort den großen Löschanhänger und kommt dann erst zum Einsatzort", erklärt Sampl.

Schnellschüsse unerwünscht

Die Diskussion rund um einen Neubau verfolgt Sampl gespannt. Für ihn kommt eigentlich nur ein Standort auf einem großen Grundstück in Zentrumsnähe in Frage. "Die meisten unserer Mitglieder wohnen und arbeiten im Stadtzentrum. Nur so schaffen wir es, dass wir schon zwei Minuten nach der Alarmierung ausrücken können", sagt Sampl. Dass ein neues Rüsthaus dringend benötigt wird - daran gibt es keinen Zweifel. Aber: "Es muss uns allen klar sein, dass das neue Haus wieder für einige Jahrzehnte den Anforderungen entsprechen muss. Das letzte, was wir jetzt brauchen, ist eine Schnellschussaktion."

Autor:

Peter Lindner aus Klagenfurt

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