Abwasserverband Friesach-Althofen
Kläranlage Mölbling wird um 800.000 Euro modernisiert

Robert Bitter, Geschäftsführer der Kläranlage Althofen, und Walter Huber, Obmann das Abwasserverbandes Friesach-Althofen.
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  • Robert Bitter, Geschäftsführer der Kläranlage Althofen, und Walter Huber, Obmann das Abwasserverbandes Friesach-Althofen.
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Der Abwasserverband Raum Friesach-Althofen investiert knapp 800.000 Euro in die Kläranlage Mölbling.

MÖLBLING. In die Kläranlage Mölbling fließen die Abwässer von Althofen, Friesach, Straßburg, Mölbling, Micheldorf, Dürnstein, der Brauerei Hirt und aus einem Bereich der Treibacher Werke. Die Kläranlage des Abwasserverbandes Raum Friesach-Althofen ging 1988 in Betrieb und wurde laufend saniert. Erst kürzlich wurde ein Teleskoplader um 100.000 Euro finanziert. "Der Kläranlage steht jetzt eine Modernisierungsphase bevor", berichtet Walter Huber, Obmann des Abwasserverbandes. Alles, was sich derzeit noch im analogen Zustand befindet, wird digitalisiert und an den Stand der Technik angepasst.

Grenzen der Belastbarkeit

Der Abwasserverband investiert an die 800.000 Euro. Jedes Mitglied des Abwasserverbandes zahlt einen jährlichen Beitrag. "Die Finanzierung ist so kalkuliert, dass die Belastung für die Mitglieder nicht steigt", will man laut Huber eine Gebührenerhöhung für die Bürger vermeiden. 

Seit Juli 2019 ist Robert Bitter Geschäftsführer der Anlage.
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Derzeit befindet man sich in der Planungsphase, im Frühjahr 2021 beginnt der Bau für das Vorklärbecken, sagt Robert Bitter. "Immer mehr Abwässer kommen in die Kläranlage, sodass wir an die Grenzen der Kapazität gelangen", klärt Bitter auf. Er ist seit Juli letzten Jahres Geschäftsführer der Kläranlage. Mit dem neuen Absetzbecken für Primärschlamm (Fäkalien, Papier) erhöht sich die Kapazität der Anlage um ca. 20 Prozent.
Mit dem Becken, das an die 180 m³ fasst, rüstet man sich für die Zukunft. "In Althofen entsteht ein großes Siedlungsgebiet im Bereich Gurk-Au, dessen Abwässer die Kläranlage belasten werden. Wir rechnen mit rund 800 Einwohnern zusätzlich", sagt Huber.

Das gehört nicht ins Klo

Jährlich reinigt die Kläranlage an die 1,4 Millionen m³ Wasser. Ein Problem sind die durch das WC entsorgten Feststoffe: An die 90 Tonnen mussten im letzten Jahr kostenintensiv entsorgt werden. Grobstoffe wie Feuchttücher, Essensreste, Damenhygieneartikel gehören nicht ins Klo, appelliert Bitter: "Sie stören massiv die Pumpstationen."

Walter Huber, Obmann des Abwasserverbandes Raum Friesach-Althofen
  • Walter Huber, Obmann des Abwasserverbandes Raum Friesach-Althofen
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Durch Innovationen sind Einsparungen möglich, glaubt Bitter. Jährlich entstehen 1.800 Tonnen Klärschlamm, der entsorgt werden muss. "Durch das Vorklärbecken möchten wir ein wenig Klärschlamm reduzieren", so Bitter. Derzeit zu 100 Prozent in ein Kompostierwerk verbracht, möchte Bitter in Zukunft wieder mit Landwirten zusammenarbeiten. Klärschlamm, er unterliegt strengen Auflagen, kann nämlich als Dünger auf die Felder aufgebracht werden.
Das bei der Klärung entstehende Faulgas wird in das Bioheizkraftwerk eingespeist und dient der Energiegewinnung. Auch hier sollen die Prozesse optimiert werden.

Zur Info
Robert Bitter hat in der Großindustrie im Bereich Elektrotechnik gearbeitet und war dabei europaweit tätig. Seit 2016 verstärkte er das Team der Kläranlage Mölbling.
Bitter ist seit Juli 2019 Geschäftsführer der Kläranlage Mölbling. Bitter ist zwar Geschäftsführer, muss aber auch "draußen" mitarbeiten. "Ich lege mein Hemd ab und meine Latzhose an", sagt der Klärwärter, der gemeinsam mit Robert Witschnig, Hubert Robinig und Timo Wieser für einen reibungslosen Ablauf in der Kläranlage Mölbling sorgt.

Der Abwasserverband Friesach-Althofen
Obmann Walter Huber (Althofen)
Stellvertreter Josef Kronlechner (Bürgermeister Friesach)
Verbandsmitglieder: Oskar Gruber (Vize-Bürgermeister Straßburg), Walter Wieser (Vize-Bürgermeister Mölbling), Josef Wuttei (Bürgermeister Micheldorf), Raimund Linzer (Braumeister Brauerei Hirt)

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