"Klagelied" unserer Bauern

Die Trockenheit macht Landwirten Sorgen. Weiterhin ist kein Regen in Sicht.

(tao). Dass sich die langandauernde Trockenheit negativ auf die Natur auswirkt, ist allgemein bekannt. Besonders tragisch ist diese aber vor allem für unsere Landwirte. Josef Wölbitsch, Milchbauer aus Obermühlbach, bezeichnet die derzeitige Situation als „dramatisch“. Der einzige Vorteil wäre, dass der Boden derzeit noch gefroren und somit Wasser vorhanden sei. „Trotzdem benötigen wir dringend Niederschlag, denn auch der Wald ist gefährdet.“

Mehr Löschteiche
Apropos Wald: Der St. Veiter Feuerwehrkommandant Josef Kropiunig erklärt, dass seine Florianijünger und er für den Ernstfall gerüstet seien. „Unser 114.000-Liter-Tank ist gefüllt. Wassertransporte sind wir in diesem Jahr aber noch keine gefahren. Bisher hat kein Landwirt angefragt.“ Einen Appell möchte er an alle Bauern richten: „Das Löschmittel Wasser wird generell rarer. Das Wiedereinführen von Löschteichen, wie sie vor Jahrzehnten auf Höfen Tradition waren, wäre auch für die Feuerwehr hilfreich.“

Im Herbst fing alles an
Helmut Wachernig, Landwirt aus St. Salvator, meint, dass in den nächsten drei Wochen eine Menge an Regen kommen müsste. „Dann wäre noch nicht alles verloren. Das Dilemma hat ja bereits im Herbst des Vorjahres begonnen. Oktober und November gab es keinen Niederschlag.“ Sollte der erhoffte Regen ausbleiben, rechnet Wachernig mit Ertragsausfällen beim ersten Schnitt der Grünflächen Mitte Mai.

Bedenkliche Lage
Johann Pirker, Außenstellenleiter der Landwirtschaftskammer St. Veit, kann dies bestätigen: „Wir befinden uns derzeit in einer schwierigen Lage. Bald beginnt die Vegetation. Dann brauchen wir den Regen unbedingt, ansonsten kann nichts wachsen.“ Das Problem seien vor allem auch die erlittenen Dürreschäden des Vorjahres. „Die Bestände sind aus diesem Grund bereits geschwächt. In diesem Jahr würde es also noch um ein Vielfaches schlimmer werden.“

Bestände in Gefahr
Auch Markus Tschischej, Pflanzenbaudirektor der Landwirtschaftskammer, sieht bei weiterhin ausbleibendem Regen Probleme: „Die Bestände an Sommergetreide werden in den nächsten Wochen angebaut. Wenn da der Boden trocken ist, haben wir Probleme mit den Keimlingen und der Entwicklung der Bestände.“ Laut Meteorologe Gerhard Hohenwarter ist zumindest bis zum Wochenende kein flächendeckender Regen in Sicht.

Autor:

Harald Hirschl aus St. Veit

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