Krippenbau hat in Deutsch-Griffen eine lange Tradition

Krippenbau mit Begeisterung in Deutsch-Griffen: Josef Herbert Krassnitzer, Nicole Poglitsch und Sylvester Auer (v.l.)
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DEUTSCH-GRIFFEN (stp). "Seit 1990 beschäftige ich mich mit dem Krippenbau. Damals habe ich beim Österreichischen Krippenbauverband den Kurs zum Krippenbaulehrer gemacht", verrät Josef Herbert Krassnitzer. Seitdem begleitet er als Krippenbaulehrer die Vereinsmitglieder der Krippenfreunde in Deutsch-Griffen beim Bau von bis heute über 600 Krippen.

Deutsch-Griffen ist Ursprung

Die alte Tradition der selbst gebauten Weihnachtskrippe komme ursprünglich aus Tirol, weiß Krassnitzer. In Kärnten sei der Ursprung in Deutsch-Griffen. Aktuell hat der Verein rund 60 Mitglieder.

Während woanders die Krippen für Weihnachten an 1-2 Wochenenden gebaut werden, dauert der Prozess in Deutsch-Griffen länger. "Wir beginnen mit unseren Krippenbau-Wochen schon im September", so Krassnitzer. Gebaut wird im alten Pfarrstadel. "Das ist ein wichtiger Teil für das Gemeinschaftsleben im Ort. Die Leute treffen sich, plaudern miteinander und bauen ihre Krippen."

Ausstellung am Wochenende

In einzelnen Gruppen eingeteilt wird bis Ende November gebaut. Rechtzeitig zum ersten Adventsonntag sind die Krippen fertig. Tradition hat auch die jährliche Krippenausstellung, die heuer am kommenden Wochenende von Freitag bis Sonntag stattfindet. "Die Ausstellung ist öffentlich zugänglich. Viele kommen sich die fertigen Krippen ansehen und würdigen unsere Arbeit", so Krassnitzer, der die Mitglieder beim Bau der Krippen unterstützt. "Für mich selber habe ich vor Jahren schon eine große Krippe gebaut, die jedes Jahr zum Einsatz kommt", so der Obmann.

„Wir haben alle Exemplare vom Krippenfreund bei uns in Deutsch-Griffen.“
-Josef Herbert Krassnitzer

Krippen-Modetrends

Er weiß aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung genau, worauf es beim Krippenbau ankommt und welche Geschichte dahintersteckt. So gebe es drei verschiedene Arten von Krippen: orientalisch, heimatlich und stilistisch. Immer wieder gebe es auch Modetrends bei den Krippen. "Es gibt auch eine eigene Zeitschrift – der Krippenfreund –, die vier Mal im Jahr erscheint und über Aktuelles, aber auch Geschichtliches berichtet. Hier in Deutsch-Griffen haben wir alle Exemplare seit der ersten Ausgabe im Jahr 1911", erzählt der Vereinsobmann.

Eigenes Museum ist geplant

Er ist es auch, der die gesamten Materialien für den Verein sammelt. Von Moosen über kleine Sträucher bis hin zu Steinen ist alles in der Werkstatt im Stadel vorhanden. "Niemand muss etwas mitbringen. Es steht alles bei uns zur Verfügung", so Krassnitzer.
Um die lange Tradition in Deutsch-Griffen auch zu würdigen ist in den nächsten Jahren ein eigenes Krippenbau-Museum im Pfarrstadel geplant. Darin sollen auch Exponate aus anderen Teilen Österreichs bzw. Mitteleuropas ausgestellt werden. Eines ist Krassnitzer besonders wichtig: "Es soll nicht einfach nur eine Ausstellung sein. Wir wollen den künftigen Besuchern auch die Geschichte der Krippe selbst, aber auch die Geschichte, die dahintersteckt, vermitteln."

Denn was viele nicht wissen: Nicht alleine die Geburt Christi am Heiligen Abend wird mit der Krippe dargestellt. Mit verschiedenen Figurensets kann vom ersten Advent bis zu Maria Lichtmess am 2. Feber die komplette Weihnachtsgeschichte dargestellt werden.

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