Mädchen in die Technik
Mechatronik- und Elektrotechniklehrling Emilia Pucher zeigt, wie es geht!

Die fröhliche Emilia vor dem Schild ihres Lehrbetriebes in Althofen.
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  • Die fröhliche Emilia vor dem Schild ihres Lehrbetriebes in Althofen.
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Technik ist nicht nur Männersache: Lehrling des Jahres Emilia Pucher über Mädchen in der Technik, wichtige Initiativen und ihre Ziele.

ALTHOFEN. "Es war für mich immer schon klar, dass ich einen technischen oder handwerklichen Beruf erlernen werde", erzählt Emilia Pucher. Seit 1. September ist sie Lehrling bei Flex, dem Technologieunternehmen in Althofen, im Bereich Mikrotechnik und Elek-trobetriebstechnik mit Matura – nach vier Jahren schließt Pucher somit eine Doppellehre mit Matura ab. "Im ersten Lehrjahr sind wir fünf Mädchen von 14 Lehrlingen insgesamt."

Immer schon gewusst

"Schon als Kind habe ich meinem Vater, der Tischler ist, viel in der Werkstatt geholfen. In der dritten und vierten NMS habe ich dann verschiedene Schnuppertage besucht." Als sich dann auch eine Schnupperwoche bei Flex in Althofen angeboten hat, und es Emilia auf Anhieb gefiel, war für sie klar, dass sie sich dort bewerben will. "Ich habe mich dann bei Flex und den Treibachern (Treibacher Industrie AG) beworben. Von beiden Firmen habe ich schließlich eine Bestätigung bekommen. Nach langem Überlegen entschloss ich mich für Flex Althofen und seit September 2020 arbeite ich dort als Mechatronikerin und Elektronikerin."
Bei der täglichen Arbeit gefallen Emilia das Arbeiten mit Kollegen und an Projekten, die Vielfältigkeit, das logische Überlegen und vor allem auch das gemeinsame Suchen nach Lösungen. Auch für die Zukunft hat der junge Lehrling bereits Pläne: "Ich will viel, sehr viel reisen. Und dadurch, dass Flex weltweit vertreten ist, kann ich das spitze mit meiner Arbeit verbinden."

Mädchen und Technik

"Die Kombination aus Mädchen und technischen Berufen ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt." Emilia ist es ein großes Anliegen, dass es auch weiterhin Initiativen gibt, welche das Ziel haben, Frauen für die Technik zu begeistern: "Leider sind immer noch verhältnismäßig wenig junge Frauen in der Technik vertreten, obwohl heutzutage nicht mehr nur die körperliche Arbeit im Vordergrund steht", ist sie überzeugt.

Lehrling des Jahres 2020

Emilia holte sich in der Sparte Industrie den ersten Platz, für einen Lehrling im ersten Lehrjahr eine sehr beachtliche Leistung: "Als ich hörte, dass ich den ersten Platz bekommen habe, war ich sehr glücklich. Ich fühle mich geehrt, denn es ist eine tolle Leistung, auf die ich sehr stolz bin."
Wichtig ist ihr vor allem auch der soziale Umgang untereinander – und dazu gehört auch der Respekt, "egal, wie alt man ist oder welche Stellung man hat. Aber natürlich wird der Chef immer der Chef sein", fügt Emilia Pucher mit einem Lächeln hinzu.

So viele Lehrlinge wie noch nie

Flex Althofen hatte heuer über 120 Bewerbungen, davon wurden 20 Lehrlinge für September aufgenommen – so viele Lehrlinge wurden noch nie aufgenommen. In Summe befinden sich derzeit rund 30 Prozent Mädchen im Ausbildungszentrum.
Derzeit werden folgende Lehrberufe angeboten:
Applikationsentwicklung/Coding, Elektronik/Elektrotechnik, Einkäufer, Elektrotechnik/Prozesstechnik, Mechatronik/Elektrotechnik und Metalltechnik/Technischer Zeichner.
Angeboten werden bei Flex die Lehre mit Matura sowie Lehre mit Studium:
Bei Lehre mit Studium erhält man einen Bachelorabschluss in Systems Engineering sowie einen Lehrabschluss in Elektrotechnik/Prozesstechnik.
Flex Althofen bietet eine sehr abwechslungsreiche Ausbildung: Im ersten Lehrjahr bekommen alle Lehrlinge eine Grundausbildung, ab Mitte des zweiten Lehrjahres schnuppern sie in alle Abteilungen des Unternehmens und können sich dann entscheiden, in welcher Abteilung sie während der Lehrzeit mehr Erfahrungen sammeln möchten. In dieser Abteilung arbeiten die jungen Kollegen dann an Projekten mit – somit ergibt das eine Win-Win-Situation: Die jungen Kollegen lernen von den erfahrenen langjährigen Kollegen, genauso auch umgekehrt.

Fachkräfte von morgen

„Wir als einer der größten Arbeitgeber im Bezirk sehen es als unsere Verantwortung, der Jugend eine berufliche Perspektive in der Region zu bieten. Dabei ist es unsere oberste Priorität, den jungen Kollegen eine fachlich fundierte und vor allem praxisnahe Ausbildung zu bieten. Nach der Lehre stehen den jungen Facharbeitern bei Flex alle Türen und Karrieremöglichkeiten offen“, so Geschäftsführer Martin Reiner.

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