Kulturkataster Görtschitztal
Projekt archiviert und dokumentiert Kultur des Tales

St. Oswald ob Eberstein: Andreas Grabuschnig ist Obmann des Vereins zur Förderung des Kärntner Volksliedhauses.
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Der Verein zur Förderung des Kärntner Volksliedhauses erstellt in Zusammenarbeit mit dem Kärntner Bildungswerk einen digitalen Kulturkataster.

GÖRTSCHITZTAL. Der Verein zur Förderung des Kärntner Volksliedhauses wurde vor rund 20 Jahren gegründet – mit dem Ziel, die alte Volksschule in St. Oswald ob Eberstein kulturell zu beleben. Die Volksschule wurde zum Kärntner Volksliedhaus umgebaut. 

Digitaler Kulturkataster

In Kooperation mit dem Kärntner Bildungswerk, Geschäftsführer Michael Aichholzer, entsteht nun ein digitaler Kulturkataster für das Görtschitztal. "Im Görtschitztal hat ein großes kulturelles Leben stattgefunden. Vieles ist schon in Vergessenheit geraten", nennt Ebersteins Bürgermeister Andreas Grabuschnig Beispiele wie das Wietinger Trio, das Ulricher Trio, das Wirken von Veit Obersteiner oder die Tradition der Bergmannsbräuche und -lieder in Hüttenberg.

Für die Nachwelt

Es sei eine sehr spannende und umfassende Aufgabe, Feldforschung zu betreiben und diese der Nachwelt zur Verfügung zu stellen, sagt Grabuschnig. Das komplette Material wird nicht nur digitalisiert, sondern soll mittels Power-Point-Präsentationen der Bevölkerung gezeigt werden. "Das Volksliedhaus in St. Oswald ist dafür bestens geeignet. Es dient zudem als Archiv", so Grabuschnig, Obmann des Vereins zur Förderung des Kärntner Volksliedhauses. Bei Jubiläen oder sonstigen Anlässen können Vereine und Co. künftig auf die Sammlung im Volksliedhaus zurückgreifen. 
Mit dem Kärntner Bildungswerk wurden bereits ein Konzept sowie eine Kostenrechnung erstellt. Mit öffentlichen Mitteln der zuständigen Stellen des Landes, dem Görtschitztal Fonds, Gemeinden und privaten Sponsoren soll das Projekt laut Grabuschnig finanziell auf die Beine gestellt werden. Auch eine Einreichung als Leader-Projekt ist angedacht.  

2.300 Dias digitalisiert

Bernhard Kraschl, ehemaliger Obmann des Kärntner Bildungswerkes, hatte Zugang zu den drei berühmten Liedschöpfern des "St. Veiter Kreises" Gerhard Glawischnig, Justinus Mulle und Günther Mittergradnegger. Er hinterließ 2.300 Dias von den 50er- bis in die 80er-Jahre, die Musik, Tanz, Gesang sowie die jagdlichen und bäuerlichen Bräuche im Tal dokumentieren. Nun gilt es, den Nachlass aufzuarbeiten. "Im Lockdown haben wir die Dias gereinigt und digital erfasst", erzählt Grabuschnig von der umfangreichen Arbeit, bei der ihm der Berufsschullehrer Michael Flajs behilflich war. Nun sei man am Sichten des Materials. Bei der Beschriftung der Dias hofft Grabuschnig auf Hilfe aus der Bevölkerung, "denn alle Personen sind mir nicht bekannt".  
Auch die Chronik des derzeit stillgelegten MGV Eberstein, der 120 Jahre alt ist, wurde digital aufbereitet.

Persönlichkeiten des Tales

"Es gibt Persönlichkeiten, deren Arbeit bisher noch kaum dokumentiert ist", weiß Grabuschnig. Jakob Wildhaber, Leo Murer, Ferdinand Schratzer, Anni Fasching, Otto Leitgeb, Anna Maria Kaiser, Rudolf Schratter oder Gruppen wie das Wendl Trio und die Original fidelen Görtschitztaler sollen erforscht werden. Es geht hauptsächlich um das gesellschaftliche Leben der Nachkriegsjahre bis heute. Tondokumente mit Zeitzeugen sind als nächster Schritt geplant. 

Aufruf an die Bevölkerung

"Sollte jemand dementsprechendes Material zu Hause haben, würden wir dieses gern digital erfassen und archivieren. So kann das kulturelle Erbe des Tales erhalten bleiben", hofft Grabuschnig. Er spricht auch Vereine an, ihr Archiv digital erfassen zu lassen.

St. Oswald ob Eberstein: Andreas Grabuschnig ist Obmann des Vereins zur Förderung des Kärntner Volksliedhauses.
Der Ebersteiner Bürgermeister Andreas Grabuschnig.
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