Ratlosigkeit nach Einbruch

Angelika und Rudi Mang vom Tattoo-Studio Mosquito
  • Angelika und Rudi Mang vom Tattoo-Studio Mosquito
  • Foto: WOCHE
  • hochgeladen von Peter Lindner

Es war ein Charity-Event wie aus dem Bilderbuch: 5.780,21 Euro wurden auf Initiative des Tattoo-Studios Mosquito an einem Tag für den schwerstbehinderten Julian gesammelt. Keine zwei Wochen später erlitt die Euphorie der Mosquitos, Angelika und Rudi Mang, aber einen erheblichen Dämpfer: Das wegen eines Betriebsurlaubes geschlossene Studio wurde von Einbrechern heimgesucht - eine in mehr als einer Hinsicht merkwürdige Tat.

Profi oder Amateur

"Entweder es war ein Vollprofi oder ein kompletter Amateur. Dazwischen gibt's nichts", stellt Rudi Mang trocken fest. Was der Täter mitgenommen hat, bereitet ihm nämlich Kopfzerbrechen. "Fünf Tattoomaschinen sind weg, die dazugehörigen Nadeln und Farben ebenso. Das ist zwar ärgerlich, aber das ist durch die Versicherung abgedeckt. Was für uns viel schlimmer ist, ist die Tatsache, dass vier Ordner mit unseren Aufzeichnungen fehlen, da stecken unzählige Arbeitsstunden darin. Unter anderem sind Desinfektionspläne, unsere Kundenkartei und der Kalender mit den nächsten Terminen weg", sagt Rudi Mang.

Motiv gesucht

Damit geht das Rätselraten los: Wollte sich jemand "informieren", wie das Geschäft in einem Tattoo-Studio läuft? Wollte jemand den Betreibern bewusst schaden? Oder wollte sich jemand nur genau über den Beruf des Tätowierers informieren? Ein Ordner enthielt nämlich die Fragen für die Gewerbeprüfung der Tätowierer - inklusive der ausgearbeiteten Antworten.

Seltsame Beute

Nachdenklich macht auch die Tatsache, dass der Einbrecher einen Topf Vaseline und zwei Packungen Gummihandschuhe mitgenommen hat - eine neue Digitalkamera aber hingegen nicht angerührt hat. "Vielleicht will ja jemand selbst zu tätowieren beginnen. Richtig gute Tattoomaschinen und Ausrüstung bekommt man ja nur mit einem Gewerbeschein", sagt Angelika Mang. Ob der Täter vielleicht auch deswegen die Kundenkartei mitgenommen hat? "Der wird nicht unsere Leute anrufen", sagt Rudi Mang, "so blöd kann niemand sein."

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