Medizin
Seine Ordination war Helmut Racic' Lebensinhalt

Helmut Racic sperrt am Freitag, 28. Juni seine Ordination in der Kirchgasse zu und verabschiedet sich in Pension
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  • hochgeladen von Stefan Plieschnig

Der St. Veiter Allgemeinmediziner Helmut Racic geht in Pension. Die Kassenstelle ist bereits nachbesetzt. 

ST. VEIT (stp). Fast 40 Jahre hat Helmut Racic in St. Veit als Allgemeinmediziner praktiziert. Am Freitag, 28. Juni, ist die Ordination in der Kirchgasse ein letztes Mal geöffnet. Dann verabschiedet sich der Mediziner in den Ruhestand. "Es fällt mir nicht leicht, aufzuhören. Viele Patienten betreue ich von Beginn an, habe mehrere Generationen einer Familie in Behandlung", sagt Racic.

Über 22.000 Patienten

Insgesamt weist seine Kartei schon über 22.000 Patienten auf, die der Mediziner betreut hat. "Der jüngste Patient ist wenige Tage alt, die älteste Patientin 102", erzählt Racic, der zu Beginn sogar Patienten behandelt hat, die noch im 19. Jahrhundert geboren waren. 

Die Freude an der Allgemeinmedizin hat Helmut Racic bereits im Studium in Graz gefunden. "Man arbeitet nahe am Patienten und deckt ein breites Spektrum und mehrere Generationen ab", begründet er seine Entscheidung. Im Alter von 30 öffnete der 68-Jährige seine eigene Praxis, seit 1989 hatte er seine Ordination in der Kirchgasse. "Die Medizin hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Als ich angefangen habe, gab es Leukämien, die unheilbar waren. Heute reicht oft eine Tablette, um damit fast normal leben zu können", schildert Racic, der in den knapp 40 Jahren auch stets mit Ehefrau Elfriede zusammengearbeitet hat. 

"Wichtige Ansprechperson"

In diesen Jahren war für den Arzt auch das Zwischenmenschliche immer wichtig. "Menschen kamen zu mir und haben mit mir über alles mögliche geredet. Als Arzt bist du eine wichtige Anlaufstelle", betont Racic, der auch zahlreiche Zusatzausbildungen in den Bereichen Palliativmedizin, Akupunktur oder Ernährungsmedizin absolviert hat. "Mir war es stets ein Anliegen, den gesamten Menschen zu erfassen und psychotherapeutisch zu helfen oder bis zum letzten Tag zu begleiten. Racic war zudem auch als Bezirksrettungsarzt beim Roten Kreuz tätig und hat die Krankenbett-Aktion des Lions Club St. Veit unterstützt. 

In der Pension bleibt ihm ab Juli mehr Zeit für sein Privatleben. "Ich war jeden Tag von 7 Uhr in der Praxis, die Medizin und die Patienten haben einen großen Teil meines Lebens eingenommen", so Racic. Ab sofort ist neben der Familie auch mehr Zeit für Kunst, Kultur, Wissenschaft und die Jagd. "Zum Schluss möchte ich all meinen Patienten für ihre jahrelange Treue und ihr Vertrauen danken." 

Sohn Georg übernimmt Räumlichkeiten

Die Praxis in der Kirchgasse wird allerdings nicht lange leer stehen. Sohn Georg Racic wird seine Tierarzt-Praxis in den Räumlichkeiten einrichten. Die Nachfolge der Kassenstelle von Helmut Racic ist ebenfalls geregelt. Bernadette Ramprecht wird im September ihre neue Praxis in der Grabenstraße eröffnen. Auch Edith Rader, langjährige Mitarbeiterin bei Helmut Racic, wird dort weiterarbeiten.

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