St. Veiter Vergnügungsbetrieb feiert 70 Jahre auf der Wies'n

5Bilder

ST. VEIT (stp). Ein Heimspiel ist der St. Veiter Wiesenmarkt für Silvia und Monika Pötscher. Die beiden Schwestern haben vor 24 Jahren die Pötscher Vergnügungsbetriebe von Vater Hubert übernommen.

Heuer, zum 70. Firmenjubiläum, sind die Pötschers wieder mit sieben "Geräten" im Vergnügungspark der Wies'n vor Ort. "Die Klassiker sind das Autodrom, das Kettenkarussell und der Schweinchenzug", weiß Silvia Pötscher. An den zehn Markttagen sind ca. zwölf Mitarbeiter angestellt und sorgen für einen reibungslosen Ablauf im Betrieb.

"Geschäft wird nicht leichter"

Neben dem großen Highlight, dem St. Veiter Wiesenmarkt, sind die Pötscher-Schwestern hauptsächlich in Kärnten auf Märkten, Kirchtagen oder anderen großen Veranstaltungen unterwegs.

Dennoch wird dieses Geschäft laut Silvia Pötscher immer schwieriger: "Die Kosten steigen, es gibt mehr Auflagen und immer weniger Veranstaltungen. Wenn man schlechtes Wetter erwischt, verliert man wichtige Einnahmen." Sie glaubt nicht, dass der Betrieb in der nächsten Generation fortgesetzt wird. "Unsere Kinder arbeiten alle oder haben nicht unbedingt das Interesse weiterzumachen. Das wird in den nächsten Jahren aber auch anderen Schaustellern am Wiesenmarkt so gehen."

Für sie ist es dennoch wichtig, die Tradition aufrechtzuerhalten. "Der Wiesenmarkt gehört für uns als St. Veiter einfach dazu. Ich bin immer froh, wenn der Markt vorbei ist, wir schönes Wetter hatten und nichts passiert ist."

70 Jahre Geschichte

Der St. Veiter Familienbetrieb wurde 1947 von Hubert Pötscher gegründet und feiert somit heuer sein 70-jähriges Bestehen. 1947 kehrte Hubert Pötscher vom Krieg heim und konnte seinen ehemaligen Beruf als Elektriker nicht mehr ausüben. Das war der Beginn der heutigen Vergnügungsbetriebe.

Er machte sich mit 3 "Schiaßlattln", einem Luftdruckgewehr und einem Rad selbstständig – für Kindergärten und Schulen spielte er Kasperltheater mit selbstgebastelten Figuren – und war so bald bei "Jung und Alt" bekannt und beliebt. Mit der ersten Schießbude sorgte er im selben Jahr am St. Veiter Wiesenmarkt für eine Sensation. Nur wenig später baute er sein erstes Ringelspiel. Es bestand aus zwei Fliegern und 6 Rädern. Die Kinder hielten es durch fleißiges Pedaltreten in Bewegung.

1964 kaufte er sein erstes Autodrom. Dies war nur durch gutes Wirtschaften und die tatkräftige Unterstützung seiner Frau möglich. Daraufhin folgten weitere Schaustellergeschäfte, wie das Riesenrad, die Go-Kart-Bahn, eine Schaukel und all die anderen Attraktionen, die heute den erfolgreichen Betrieb ausmachen.

Vor 24 Jahren haben seine beiden Töchter Silvia und Monika Pötscher die Vergnügungsbetriebe übernommen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen