Strenge Kontrollen gegen das Komasaufen

Gut vorbereitet: Horst Jessenitschnig, Bezirkshauptfrau Claudia Egger und Ferdinand Schweiger
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  • hochgeladen von Peter Lindner

Am Wiesenmarkt wird kontrolliert: Jugendschutz steht im Vordergrund.

Der Wiesenmarkt ist das traditionsreichste Volksfest Kärntens. Doch eines soll dabei nicht Tradition werden: Dass Kinder und Jugendliche ihren ersten Rausch von der Wiesn mit heimnehmen. Polizei und Bezirkshauptmannschaft sprachen mit der WOCHE über ihre Schwerpunkte, die in Sachen Jugendschutz am heurigen Wiesenmarkt gesetzt werden sollen.

Testkäufer unterwegs

Während des Wiesenmarktes werden neben den Exekutivbeamten (bis zu 18 Polizisten an starken Tagen) auch Jugendschutzbeamte unterwegs sein, erklärt Bezirkshauptfrau Claudia Egger: „Sie werden kontrollieren, ob die Jugendschutzbestimmungen auch eingehalten werden, also Alkoholverbot für Jugendliche bis 16 Jahre und Verbot von harten Alkoholika für Jugendliche bis 18 Jahre. Und es wird überprüft, ob die Aufenthaltsbestimmungen eingehalten werden.“ Auch Testkäufe seien geplant.
Der Ausschank in den Festzelten sei aber nicht das größte Problem, erklärt Bezirkspolizeikommandant Horst Jessenitschnig: „Wir werden natürlich auch ein Auge auf die Jugendlichen haben, die außerhalb der Zelte ‚vorglühen‘ – etwa mit Schnaps, den sie selbst mitgebracht haben.“

Sozialdienst als Strafe

Wird ein Jugendlicher von den Beamten der Bezirkshauptmannschaft ertappt, wird er zur Polizeistation am Wiesenmarkt gebracht, wo ein Alkotest gemacht wird. Ist dieser positiv, so ist die Polizei an der Reihe und trifft die weiteren Schritte – so werden die Eltern der Jugendlichen verständigt, in weiterer Folge kommt es zu einer Geldstrafe oder die Jugendlichen müssen einen Sozialdienst ableisten. „Sie werden dann in Schulen oder Altersheimen für diverse Arbeiten eingesetzt“, erklärt Egger.

Ruhiges Fest

Insgesamt verläuft der Wiesenmarkt jedoch äußerst gesittet. Bei einer halben Million Besucher wurden im Vorjahr nicht mehr als 39 gerichtlich strafbare Handlungen angezeigt, die unmittelbar mit dem Wiesenmarkt zusammenhängen. Übertretungen nach dem Jugendschutzgesetz gab es laut polizeilicher Statistik 34. „Die Wirte selbst achten schon darauf, dass kein Alkohol an Jugendliche ausgeschenkt wird. Denn ich bin mir sicher: Wenn festgestellt wird, dass jemand wissentlich Alkohol an Jugendliche ausschenkt, dann wird das beim nächsten Wiesenmarkt Konsequenzen haben“, deutet Ferdinand Schweiger von der PI St. Veit an. Es sei also im eigenen Interesse der Wirte, dass sie ein Auge auf ihre jungen Gäste haben.

Autor:

Peter Lindner aus Klagenfurt

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