Traditionen leben bei uns fort

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Der Brauch des Palmbuschenbindens wird in Friesach von Jung und Alt gelebt.

(hh). Der Tisch ist voll mit Palmbuschenzweigen, mit Scheren und Bändern: Es ist die Zeit des Palmbuschenbindens für Palmsonntag. Auch Alexander und Manuel Ebner sowie Markus Unterweger von der Pfadfindergruppe aus Friesach sind mit Eifer bei der Sache.
Zusammen mit Stefanie Unterweger, Irmgard Ebner, Renate und Christian Samonig – alle von der Pfadfindergilde der Burgenstadt– basteln sie Palmbuschen. Diese werden dann am Palmsonntag am Hauptplatz verkauft. „Die Arbeit gefällt mir, ich mache es gerne“, sagt Manuel Ebner. In der Schule hat er einen aus Holz gebastelten Hasen gemacht, diesen auf einem Holzstecken befestigt und mit Palmzweigen und Buchsbaum geschmückt. Der Brauch des Palmbuschenbindens ist für Markus Unterweger neu. Der Hauptschüler ist erst vor einem Monat von Deutschland nach Kärnten gezogen. „Ich bin das erste Mal dabei und lerne so diesen Osterbrauch kennen. Das Binden war nicht schwierig und hat mir Spaß gemacht“, sagt der Junge. Seit etlichen Jahren schon pflegen Pfadfindergilde und Pfadfindergruppe gemeinsam diesen Osterbrauch. An die 250 Palmbuschen werden für den Palmsonntag gebunden. Bis zu drei Stunden werden dafür im Gildeheim St. Georg benötigt. Von Region zu Region werden die Palmbuschen unterschiedlich geschmückt.

Rechtzeitig organisieren
In Friesach wird dieser schlicht gehalten. „Wir verzieren die Palmbuschen mit verschiedenfarbigen Bändern. In unserer Gegend ist es nicht Tradition, Eier oder Brezen dazuzugeben. Aber wer will, kann seinen Palmbuschn natürlich damit schmücken“, sagt Stefanie Unterweger. Aus der näheren Umgebung kommen Palmzweige und Buchsbaum her. „Alles muss man rechtzeitig organisieren, damit man genug davon hat. Danach müssen sie im Keller gelagert werden, damit die Katzlan nicht abfallen“, so Renate Samonig. Die Zweige werden zugeschnitten, gebunden, mit Bändern verziert und von Christian Samonig fein säuberlich in Kartons geschlichtet. Als Belohnung gibt es dann für Alle von Gruppenleiterin Evi Ehgartner eine selbstgemachte Jause – auch das hat schon lange Tradition.

Zur Sache:
Palmbäume: Auch „Palmbuschen“ genannt, werden am Palmsonntag in der Kirche geweiht. Ein „Palmbuschen“ ist ein Weidenzweig mit Weidenkätzchen.
Messe: Nach der Weihe werden die Palmbäume in den Häusern hinter ein Kruzifix im Hergottswinkel gesteckt.
Glaube: Geweihte „Palmbuschen“ sollen den Blitz von Haus und Feld fernhalten. Die einzelnen Teile des Palmbuschens sind Sinnbilder für Jesu Leben und Leiden.

Autor:

Harald Hirschl aus St. Veit

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