Unschuldiger Kindertag: Die Kinder bringen das Glück

Jana aus Kraig sowie Lara und Hannah aus St. Veit freuen sich schon auf den Unschuldigen Kindertag
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  • Jana aus Kraig sowie Lara und Hannah aus St. Veit freuen sich schon auf den Unschuldigen Kindertag
  • Foto: Rudi Lechner
  • hochgeladen von Bettina Knafl

BEZIRK ST. VEIT. Am 28. Dezember ist es wieder so weit: Am Unschuldigen Kindertag ziehen die Kinder von Haus zu Haus und wünschen mit ihren Ruten ein gutes, glückliches sowie gesundes neues Jahr.

Ein schöner Brauch

Der Brauch erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, bestätigt auch Karl Huber, Bezirksobmann des Kärntner Bildungswerks.
"Ich finde diesen Brauch sehr schön, er gehört einfach zum Unschuldigen Kindertag dazu", freut sich Huber, dass auch in seinem Heimatort Liebenfels die Kinder mit ihren Ruten durch die Straße ziehen.
"Gott sei Dank wird diese uralte Tradition noch gelebt. Jeder freut sich über die Neujahrswünsche", meint Huber, der als Kind selbst den Brauch "Frisch und gsund" gepflegt hat.

Um 5 Uhr ging's los

Huber wuchs in St. Urban auf. "Am 28. Dezember sind wir schon um 5 Uhr früh aufgestanden und haben dann am Berg die Höfe besucht. Alles zu Fuß natürlich, die Leute haben sich immer gefreut, wenn wir gekommen sind. Gegen 9.30 Uhr waren wir schon wieder daheim", erinnert sich Huber.
Heute gibt es für die Kinder als Dank, dass sie mit ihren Ruten Glück und Gesundheit für das kommende Jahr wünschen, meistens Geld. "In meiner Kindheit gab es oft Süßigkeiten vom Christbaum".

"Frisch und gsund"

Die Sprüchlein wie "Frisch und gsund; Frisch und gsund; Lang Leben und gsund bleiben; Nix glunzn; Nix klogen; Bis i wieder kum schlogen. Das Engale mit den goldenen Hoor wünscht a glückliches, neues Johr" variieren und werden in Kärnten in jedem Bezirk ein wenig anders aufgesagt.
Aber Achtung: Nur bis 11 Uhr darf man mit seiner Rute den Erwachsenen Schläge mit der "Lebensrute" geben. Wer danach kommt, wird ins Ofenloch gesteckt, heißt es im Volksmund.

Der "Tag der unschuldigen Kinder" wurde 505 erstmals in einem nordafrikanischen Kalender erwähnt. Er ist zum Gedenken an die in Bethlehem neugeborenen und auf Geheiß König Herodes ermordeten Kinder nach der Geburt Jesu an diesem Tage, installiert worden. Im Mittelalter wurde es in Schulen und Klöstern zum Kinderfest mit Narrenspielen. Kinder wählten für diesen 1 Tag einen Kinderbischof, um ihn nachzuspielen.

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