"Volksmusik und Tanz sind nicht alles"

Arnulf Warmuth aus Guttaring ist der neue Landesobmann der Landjugend Kärnten
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  • hochgeladen von Peter Lindner

Arnulf Warmuth aus Guttaring im Interview: Er ist der neue Landesobmann der Landjugend Kärnten.

GUTTARING. Wenn am Eröffnungstag der Guttaringer Krämermärkte die Freyung durch die Menschenmenge getragen wird, dann ist er stets mit dabei: Arnulf Warmuth. Neben seinen Aufgaben bei der Landjugend in seiner Heimatgemeinde kommen weitere auf ihn zu: Seit neuestem ist er Landesobmann der Landjugend Kärnten, die insgesamt 3.900 Mitglieder zählt.

WOCHE: Was sind eigentlich die Gründe, sich bei der Landjugend zu engagieren?

ARNULF WARMUTH: Kurz zusammengefasst: Bei der Landjugend sind junge Leute, die etwas weiterbrigen wollen. Ob das jetzt mit eigenen Veranstaltungen passiert oder damit, dass man sich im kulturellen Leben der Gemeinde einbringt.

Das deckt sich wahrscheinlich mit Ihrer eigenen Motivation?

Auf jeden Fall. Was natürlich auch noch dazukommt, ist, dass die Arbeit richtig viel Spaß macht und man viele neue Leute kennenlernt. Das ist einfach unbezahlbar. In Kärnten gibt es außerdem immer wieder Seminare zu den verschiedensten Themen, was für die persönliche Weiterbildung wirklich viel bringt.

Sind das auch Ihre Argumente, wenn Sie gefragt werden, ob die Landjugend noch zeitgemäß ist?

Ja. Das Klischee ist ja weit verbreitet, dass bei der Landjugend nur Bauernkinder tätig sind, die Volksmusik hören und dazu tanzen. In Wahrheit ist unser Auftreten in Tracht und mit den Volkstänzen ein Teil unserer Tradition, den wir auf jeden Fall bewahren möchten. Doch damit hören unsere Tätigkeiten nicht auf, was die Landjugend ausmacht, das ist viel mehr. Das habe ich auch erst selbst erfahren.

Inwiefern?

Ich war nie ein großer Fan von Volksmusik oder Trachten. Über meine Schwester bin ich zur Landjugend gekommen und bin draufgekommen, dass die Landjugend nicht ein Einheitsbrei ist, sondern ein Treffpunkt von vielen verschiedenen Leuten mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen.

Was sind Ihre Ziele als Landesobmann?

Die Ortsgruppen in Kärnten sind sehr unterschiedlich, jede setzt andere Prioritäten. Die einen konzentrieren sich auf die Wettberwerbe, andere auf den Tanz, wieder andere stellen die Arbeit innerhalb der jeweiligen Gemeinde in den Vordergrund. Eine große Herausforderung wird es sein, die Gruppen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Das funktioniert natürlich nur, wenn wir stark auf die einzelnen Gruppen eingehen. Die Volkstänze - im Österreichvergleich gesehen übrigens eine Kärntner Spezialität - werden wir auf jeden Fall beibehalten.

Was bleibt, wenn man nicht mehr in der Landjugend ist?

Auf jeden Fall die Gemeinschachaft. Leute, die man in der Schule kennenlernt, verliert man oft komplett aus den Augen. Aber bei der Landjugend bleiben Freundschaften oft das ganze Leben lang bestehen - bei all dem, was man gemeinsam auf die Beine gestellt und gemeistert hat.

Autor:

Peter Lindner aus Klagenfurt

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