Vom Acker zum Verbundbauteil

Mit viel Freude dabei: Sabrina Gölly, Gernot Potautschnig, Eveline Stuppnig (Naturwissenschaften), Beate Bulfon (Chemie), Reinhold Lanzinger und Dominik Mekul
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  • Mit viel Freude dabei: Sabrina Gölly, Gernot Potautschnig, Eveline Stuppnig (Naturwissenschaften), Beate Bulfon (Chemie), Reinhold Lanzinger und Dominik Mekul
  • Foto: BG/BRG St. Veit
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Das Projekt GreCoS (Green Composites für Schools) wird vom Kompetenzzentrum Holz W3C in Glandorf gemeinsam mit Kindergärten und Schulen der Regionen St. Veit und Völkermarkt umgesetzt. 18 Monate lang erhalten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich mit dem Potential nachwachsender Rohstoffe zu befassen.

Projektleiter Günter Wuzella erklärt: "Ziel des Projektes ist, junge Menschen für Nachhaltigkeit in der Produktion zu sensibilisieren sowie für die Forschung und die Naturwissenschaften zu begeistern. Im Mittelpunkt stehen Rohstoffe, die vielseitig verwendbar sind und nach der Nutzung wieder CO2-neutral zu Biomasse werden."

Regionale Rohstoffe
Der Schwerpunkt liegt auf Flachs und Nutzhanf. "Die Pflanzenstängel enthalten widerstandsfähige Fasern, die sich richtig aufbereitet zu Schnüren, Textilien oder Papier verarbeiten lassen. Die Samen enthalten große Mengen an wertvollen Pflanzenöl, das einerseits für Lebensmittel und Kosmetika und andererseits als Rohstoff für Farben, Lacke und Bindemittel äußerst interessant ist", erzählt Wuzella begeistert.

Leicht und belastbar
Das Projekt umspannt den Bogen vom Anbau der Pflanzen über die Gewinnung interessanter Bestandteile bis hin zur Entwicklung neuer faserverstärkter Verbundwerkstoffe. Dazu Wuzella: "Faserverstärkte Kunststoffe sind aufgrund ihrer Belastbarkeit und Leichtigkeit ideal für den Automobilbau. Daraus gefertigt werden z.B. Tür- und Innenverkleidungen, Karosserieteile oder Armaturenträger. Aber auch Ski und Snowboards, Handyhüllen, Sitzmöbel oder Rotorblätter für Windkraftanlagen können aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt werden."

Projekt für Kinder und Jugendliche
Maßgeblich am Projekt beteiligt ist das Bundesrealgymnasium St. Veit/Glan, wo sich die jungen Forscher regelmäßig treffen. Chemie-Professorin Beate Bulfon erzählt: "Das Projekt ist fächer- und klassenübergreifend eingebettet. Die Kinder und Jugendlichen erleben, wie Forschung funktioniert und haben die Möglichkeit, im Rahmen eines Wettbewerbes und in Teilprojekten eigene Ideen zu verwirklichen."

Erfolgreiches Projekt
Das GreCoS-Projekt kann bereits die ersten großen Erfolge vorweisen. "Einige Schüler, die beim Projekt dabei waren, haben sich dadurch für eine naturwissenschaftliche Ausbildung entschieden", freut sich Bulfon.

Wer bei der Abschlussveranstaltung "Green Composites für Schools" dabei sein möchte, hat dazu am Donnerstag, dem 20. November 2014 die Gelegenheit. Ab 15.30 Uhr werden im Gymnasium BG / BRG St. Veit/Glan im Rahmen einer Feier die Projektergebnisse präsentiert.

Autor:

Claudia Hölbling aus St. Veit

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