"Zigarette ist ein Ersatz für etwas"

Seit August ist Gabriele Grabner in St. Veit. Schon seit ihrem Studium beschäftigt sie sich mit dem Thema Werte
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  • hochgeladen von Stefan Plieschnig

ST. VEIT (stp). Rauchen aufzuhören ist nicht einfach. Für Gabriele Grabner Grund genug, sich dem anzunehmen und eine neue Methode zur Raucherentwöhnung zu entwickeln. "6-3-1-Methode" nennt diese sich. "In sechs Wochen über drei Ebenen zu einem Ziel", erklärt Grabner und fügt hinzu: Mit dem Rauchen aufzuhören ist ein Prozess, der über eine Kombination aus mentaler, emotionaler und körperlicher Ebene funktioniert."

"Die Lücke füllen"

Im Vordergrund ihrer Methode steht eine Werteverschiebung. "Wenn man mit dem Rauchen aufhört entsteht logischerweise eine Lücke im Leben, die es mit etwas zu füllen gilt. Bei meinem Ansatz geht es darum, diese Lücke mit konstruktiven Handlungsweisen zu füllen – und nicht etwa durch Essen, wie es viele machen."
Dazu gehöre auch ein permanentes, bewusstes Auseinandersetzen mit sich selbst. "Das wichtige bei meiner Methode ist, dass die Raucherentwöhnung in der Gruppe passiert. Wenn man es allein versucht, kann das oft sehr herausfordernd sein. In der Gruppe haben alle dasselbe Ziel – es gibt immer einen Austausch", merkt Grabner an.
Sie selbst war früher jahrelang Raucherin, hörte allerdings damit auf. "Man setzt sich andere Prioritäten und muss sich gleichzeitig seiner Schwächen bewusst werden. Darum geht es auch bei der Wertebelebung, die in meiner Methode der zentrale Aspekt ist."

Zigarette ist Ersatz

Gegen Raucher habe sie nichts. "Ich bin davon überzeugt, dass die Zigarette immer ein Ersatz für etwas ist. Weiters glaube ich, dass viele gar nicht wissen, warum sie eigentlich rauchen. Schade ist es aber, dass immer mehr Jugendliche zu rauchen beginnen." Die Gründe seien mangelnde Selbstsicherheit, fehlendes Gefühl irgendwo dazuzugehören oder bei jungen Mädchen die Hoffnung, durch das Rauchen schlanker zu werden.

In Kombination mit ihrer Methode besteht auch die Möglichkeit der unterstützenden Behandlung durch Akupunktur. Dafür arbeitet sie eng mit Elke Böttcher zusammen, in deren Praxis Grabner auch ihr Büro eingerichtet hat.

Akupunktur

"Vor allem die Ohrakupunktur hat sich als unterstützende Methode in der Suchttherapie bewährt", erzählt Böttcher. Der Grund: "Diese Art der Akupunktur kann Entzugserscheinungen körperlicher und seelischer Natur mildern und dadurch auch das Verlangen nach Zigaretten reduzieren." Dies sei allerdings kein fixer Bestandteil von Grabners Methode, sondern lediglich ein zusätzliches Angebot.

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