Görtschitztal
Breitband Masterplan: Gemeinden warten auf Detailplanung

Breitband Masterplan im Görtschitztal nimmt Gestalt an. Land sagt Unterstützung aus Görtschitztalfonds von 15.000 Euro zu. Jetzt sind die acht teilnehmenden Gemeinden am Zug. 

GÖRTSCHITZTAL (stp). Zwei weitere Projekte für die Zukunftsentwicklung des Görtschitztales sollen am Mittwoch vom Land Kärnten beschlossen werden. Insgesamt werden dafür 22.000 Euro aus dem Görtschitztal-Fonds ausgeschüttet

Nächster Schritt bei Breitband Masterplan

Nach der Finalisierung des Breitband Masterplans für das Tal geht es in einem weiteren Schritt um die Umsetzung der festgelegten Maßnahmen. Das Projekt wird mit 15.000 Euro aus dem Fonds unterstützt. Ziel sind unternehmertaugliche Internetanschlüsse für Privatpersonen und Unternehmen im Görtschitztal, um die Region auch als Wohnstandort attraktiver zu machen. 

Acht Gemeinden haben sich zu einem interkommunalen Breitbandprojekt zusammengeschlossen, nun seien die Gemeinden selbst gefordert, merkt Gemeindereferent LR Daniel Fellner an: "Nachdem ein gemeinsamer Breitbandmasterplan erstellt wurde, geht es nun darum, seitens der Gemeinden die potentiellen Ausbaugebiete in Cluster zu unterteilen und die entsprechenden Gemeindebeschlüsse für den konkreten Ausbau vorzubereiten."

Gemeinden warten auf Info von Anbieter

Die Gemeinden selbst warten auf die Detailplanungen der Internet-Anbieter. "Wir müssen zuerst wissen, wo wir das Netz anschließen können. Erst dann können wir weitere Maßnahmen einleiten", sagt etwa Andreas Grabuschnig, Bürgermeister von Eberstein. Im Gemeindegebiet seien nirgendwo Leerverrohrungen vorhanden, auch aktuelle Bauprojekte bei Straßen oder Kanal gibt es nicht. "Auch das Interesse bei uns ist gering, es gibt im Kerngebiet der Gemeinde nicht viele abnehmer. Großen Industriebetrieb gibt es keinen, einzig die Leitung auf die Saualm würde sich anbieten. Da läuft aber erst die Machbarkeitsstudie", so Grabuschnig.

Brückl: Leerverrohrungen vorhanden

Zumindest einen kleinen Schritt weiter ist die Gemeinde Brückl, wie Bürgermeister Burkhard Trummer anmerkt: "Wir haben gerade erst das Ortszentrum mit der Nahwärmeversorgung erschlossen. In diesem Zuge sind bereits Leitungen verlegt worden. Auch bei aktuellen Straßenbauprojekten, die heuer umgesetzt werden, legen wir die Leerverrohrungen hinein." Außerhalb des Ortszentrums sei man jedoch in der gleichen Lage wie die Nachbargemeinde Eberstein. "Erst wenn feststeht, wo die Glasfaserleitung herkommt, werden wir mit Baumaßnahmen starten. Dafür warten wir noch auf die Rückmeldung vom Anbieter", stellt Trummer fest.

Industriebetriebe interessiert an Backup

In der Stadtgemeinde Althofen würde man gerne mit dem Ausbau beginnen, auch hier fehlt noch die Detailplanung des Internet-Anbieters. "Gerade bei der Erschließung der Siedlung Krumfelden wäre es wichtig, so schnell wie möglich mit dem Breitband-Ausbau zu beginnen", sagt der zuständige Referent Stadtrat Wolfgang Leitner. Die großen Industriebetriebe in Althofen wie Tiag oder Flex hätten zwar bereits eine bestehende Verbindung, seien aber an einem zusätzlichen Provider als Ausfallsicherung interessiert. "Auch im Gewerbepark Süd oder Richtung Humanomed Zentrum ist die Versorgung eher schlecht", so Leitner.

"In der Heimat der Speckbirn"

Das zweite Projekt, das am Mittwoch beschlossen wird ist jenes von Landwirt Josef Müller. Er setzt sich für den Fortbestand der uralten Birnensorte "Speckbirne" im Görtschitztal ein. "Die Umsetzung des Projekts ist ein neuartiges Angebot in der Region und wäre ein weiterer Schritt der Nachfrage nach regionalen, biologischen und nachhaltigen Produkten gerecht zu werden", hob Agrarreferent Gruber hervor. Der eingereichte Förderantrag wird ebenfalls aus den Mitteln des Görtschitztalfonds mit 7.000 Euro unterstützt.

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