Interview
Josef Klausner: "Müssen den Gebührenhaushalt anpassen"

Im Juli wurde Josef Klausner zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Kappel am Krappfeld gewählt. Nach seinen ersten Monaten im Amt zieht er eine erste Bilanz und gibt einen Ausblick auf 2019.

Herr Klausner, wovon waren die ersten Monate als Bürgermeister geprägt?
Es sind vielfältige Aufgaben, die auf mich zukommen. Vieles ist bereits Alltag geworden, es gibt aber immer wieder Überraschungen. Gleich zu Beginn haben wir zwei neue Mitarbeiter in der Gemeinde aufgenommen. Auch die Bearbeitung der Schäden nach den starken Regenmassen hat uns zusätzliche Arbeit beschert. Natürlich ist auch Straßenbau immer ein Thema.

Sie haben vor der Wahl von neuen Spielgeräten für den Spielplatz in Passering gesprochen ...
Wir hatten heuer finanziell leider keinen Spielraum mehr. mussten zusätzliche 93.000 Euro für den Kindergarten aufbringen. Der Spielplatz steht für 2019 aber weit oben in meinen Anliegen. 

Was wird 2019 sonst noch auf Sie und die Gemeinde Kappel zukommen?
Wir wollen uns in die Tiefbauoffensive des Landes Kärnten einklinken und bestehende Straßen sanieren. Auch das Oberflächenwasser ist bei den Sanierungen Thema. Und das nicht nur bei den Straßen, sondern auch bei Radwegen. Folgeschäden durch Oberflächenwasser wären noch kostenintensiver. Die Planungen für den Kindergarten soll 2019 in Auftrag gegeben werden.

Wie steht es um die Kläranlage?
Auch das hat nächstes Jahr eine hohe Priorität. Es gibt bereits erste Gespräche, einen genauer Kostenvergleich haben wir aber noch nicht vorliegen. Eine Variante ist es, die Kläranlage selbst weiterzuführen. Die andere wäre, sich an das St. Veiter System anzuschließen. 

Nächste Woche findet die letzte Gemeinderatssitzung in diesem Jahr statt. Was steht noch auf der Tagesordnung? 
Unser Gebührenhaushalt, sprich Wasser und Kanal. Die letzten Jahre ist nie etwas geändert worden, wir haben konstant rote Zahlen geschrieben, deshalb müssen wir die Gebühren anpassen. Ich weiß, dass diese Maßnahme Unmut erzeugen wird, aber es ist notwendig, da wir jedes Jahr in Instandhaltungsarbeiten investieren müssen. Außerdem muss der Hochwasserbehälter in naher Zukunft saniert werden. 

Wie wird die Erhöhung aussehen?
Das wird erst beschlossen. Derzeit liegt der Wasserpreis bei uns bei 55 Cent. 

Wie stehen Sie zur Breitband-Offensive?
Für uns als Gemeinde ist das zurzeit nicht finanzierbar. Das geht in den Millionenbereich - trotz Förderung. Bei uns ist nicht alles zentral gelegen, sondern sehr zerstreut - das kommt erschwerend hinzu. Es ist also eher darum, wie weit die Bevölkerung bereit ist, selbst die Kosten zu tragen. 

Interview: Stefan Plieschnig

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen