Für den Chef muss sich immer etwas bewegen

Gansl-Essen beim Reidnwirt in St. Urban: Unternehmer Werner Kogler mit Gerd Leitner beim Business Lunch
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ST. URBAN. Werner Kogler betreibt sein Natursteine-Unternehmen in St. Urban. Beruflich zieht es ihn häufig ins Ausland. "Wenn ich in St. Urban in ein Lokal gehe, kehre ich beim Reidnwirt ein", sagt er klar. "Die wenige Zeit, die ich habe, möchte ich in einem Umfeld verbringen, das wirklich passt." Wenig überraschend findet auch der Business Lunch bei Irmgard und Karl Liebetegger statt.
Beruflich ist Kogler stets aktiv – nicht selten auch außerhalb der Landesgrenzen. "Wirtschaft ist für mich Bewegung", sagt er. "Und bei mir muss sich immer etwas bewegen." Gerne verweist er auf die chinesische Metropole Shanghai – für Kogler ein Beispiel an pulsierendem Leben.

"Keine Visionen in Kärnten"

In Kärnten und Österreich vermisst er eben diese Bewegung. "Wir sind Systemerhalter", kritisiert er. "Wir haben keine Visionen mehr." Kärntner sei nicht nur lebenswert, sondern "die Firmen brauchen auch Kraft – der Standort muss attraktiver werden." Vor allem denkt er an die hohen Lohnnebenkosten. "Unternehmer brauchen die Möglichkeit zu konkurrieren, wenn es um Export geht." Immerhin 20 Prozent seiner Natursteine gehen ins Ausland.
In Österreich sind Koglers Mitarbeiter derzeit bei Baustellen in Kitzbühel, Seefeld und Wien tätig. "Die Nachfrage in Kärnten ist geringer", sagt er. "Ich hoffe aber, dass sie wächst."
Die Vorzeichen hält Kogler für gut. "Planende Firmen sind für mich der Parameter, nicht nur, was man auf Baustellen bereits sieht." Und die Bücher der Planungsfirmen seien voll. "Das wird bei uns erst ankommen."

Für Individualität

Dann werden auch hierzulande wieder mehr Bauherrn den Stein aus St. Urban verarbeiten. "Ein Naturstein ist eine Visitenkarte", schwärmt der Unternehmer von seinem Produkt, "weil es ihn kein zweites Mal gibt." Deshalb zeige jeder Kunde, dass er eigenständig und individuell ist. "Was die Natur aus dem Material macht, kann der Mensch nicht kopieren – Weder mit Keramik noch mit Fliesen."
Kogler plädiert für mehr Einsatz von Stein in Bauten. "Bei uns kommt er wenig zum Einsatz, weil die Menschen sich keine Gedanken über die Vorzüge von Stein machen", ist Kogler überzeugt. Stein halte "ein paar hundert Jahre – das hat mit Nachhaltigkeit zu tun."

Stein nicht kostspielig

Deshalb sei Naturstein auch nicht kostspielig – "wenn man die Lebensdauer bedenkt", so Kogler. Er ist sich aber bewusst, dass es junge Menschen schwer haben, solche Materialien zu kaufen. "Wenn man ein Nest baut, ist es schwierig, da muss man jeden Cent umdrehen." Deshalb bringt er auch immer neue Produkte auf den Markt, "damit man eine Vielfalt zum Aussuchen hat – auch preislich." Nachsatz: "Wir kennen uns im Unternehmen perfekt mit dem Material aus – wenn die Beratung stimmt, ist der Preis zweitrangig." Besonders liebt es Kogler, wenn er ehemalige Kunden besucht und die Freude an dem verarbeiteten Stein spürt. "Die Menschen sind glücklich mit ihrer Entscheidung für Stein, weil er dauerhaft lebt", weiß er aus vielen Begegnungen. "Das brauche ich als Unternehmer auch."
Derzeit plant Kogler – 38 Mitarbeiter sind in St. Urban tätig – an einem neuen Werk für Vertrieb und Produktion. "Wahrscheinlich wird es einen Standortwechsel geben", kündigt er an. Wohin sagt er noch nicht.

Schon 111 Jahre am Fuß der Simonhöhe

Der Reidnwirt in St. Urban kann auf eine 11 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Seit nun 25 Jahren werkt Irmgard Liebetegger im Traditionshaus gemeinsam mit Ehemann Karl. Auf den Teller kommen Spezialitäten der Region – von Wild über Karpfen bis zum Hendl. Das Geheimnis: "Meine Liebe zum Kochen", verrät die Hausherrin.

Zur Sache - Menü

  • Seit 25 Jahren betrieben Irmgard und Karl Liebetegger den Reidnwirt in St. Urban.
  • Die Hausherrin kümmert sich um die Speisen, während ihr Ehemann als Sommelier für die Weinauswahl sorgt.
  • Regelmäßig laden die Liebeteggers zu Spezialitäten in den Reidnwirt – von Backhendl über das Weinfest bis zum "Gulasch am Berg.
  • Beim Business Lunch gab es:
  • Selbst gemachte Gänseleber-Pastete mit Sauce Cumberland
  • Getrüffelte Ganslsuppe mit Polenta
  • Gänseleber auf Apfelscheibe, frittierte Petersilie, gelbe Rüben und Grand-Marnier-Sauce
  • Gans mit Rotkraut, Erdäpfelknödel, Maroni und Preiselbeeren
Gansl-Essen beim Reidnwirt in St. Urban: Unternehmer Werner Kogler mit Gerd Leitner beim Business Lunch
Karl Liebetegger ist Sommelier im Reidnwirt in St. Urban

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