Alltagshelden in der Corona-Krise
Mitarbeiter der Reinigungsfirma Karnath sorgen täglich für Sauberkeit

Das Team der Firma Karnath
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Für Sauberkeit und Hygiene sorgen Mitarbeiter der St. Veiter Reinigungsfirma "Karnath Facility Services". Apotheken, Objekte mit Arztpraxen oder Privat-Haushalte zählen zum Kundenkreis.

ST. VEIT. In der Corona-Krise gibt es Berufsgruppen, ohne die das Leben tatsächlich still stehen würde. Zu den Alltagshelden zählen auch Mitarbeiter der Reinigungsfirma "Karnath Facility Services", die kärntenweit vornehmlich in Stiegenhäusern, Büros von Firmen und Privathaushalten für Sauberkeit und Hygiene sorgen. 
Hat die Corona-Krise das Unternehmen getroffen? "Ja, es gibt Absagen aufgrund geschlossener Geschäfte oder Behörden, die zu den Stammkunden zählen und täglich gereinigt werden, aber auch Anfragen für zusätzliche Service-Leistungen und Sonderaufträge", verrät Geschäftsführer Maximilian Karnath. Flexibilität sei nun besonders wichtig. "Wenn ein Covid-19-Verdachtsfall auftaucht oder jemand am Wochenende das Bedürfnis einer Grundreinigung hat, können wir schnell ausrücken", sagt der Unternehmer aus Sörg.

Maximilian Karnath

Sauberkeit, Hygiene und Desinfektion sind jetzt besonders wichtig. Man habe nun in manchen Bereichen einen vermehrten Einsatz: "Wir betreuen für die Stadtgemeinde St. Veit und Wohnbaugenossenschaften Objekte. Nun reinigen unsere Mitarbeiter öfter die Stiegenhäuser, Lichtschalter und mehr", sagt Karnath. Eine verstärkte Reinigung sei vor allem bei jenen Gebäuden  wichtig, in denen Arztpraxen untergebracht sind. 
"Viele nehmen in dieser Zeit das Angebot einer hygienischen Reinigung an, aber natürlich gibt es auch solche, die nun niemanden ins Haus lassen. Aber dafür haben wir vollstes Verständnis", sagt Karnath. Die Reinigungsmittel seien die gleichen, egal, ob man einen Privat-Haushalt oder eine Arztpraxis reinige.

Persönlicher Kontakt nicht nötig

"Kunden senden uns Fotos vom Carport oder den Fenstern. Wir reinigen die gewünschten Flächen, die Kunden können im Haus bleiben", sei kein persönlicher Kontakt notwendig. 
Letzte Woche habe man für ein älteres Ehepaar einen Heckenschnitt im Garten vorgenommen. "Als unsere Mitarbeiter fort waren, hat sich das Paar ihre getrimmte Hecken angesehen und war überglücklich". 
Reinigungskräfte agieren in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen als Seelsorger für Menschen, die das Haus nicht verlassen können: "Ältere Kunden freuen sich über den Kontakt zu unseren Mitarbeitern, sie fragen, wie es ,draußen' ist. Für manche ist es eine der wenigen Möglichkeiten eine Unterhaltung zu führen", berichtet Karnath, dass fast freundschaftliche Beziehungen entstehen. "Manch Kunde backt Kuchen für die Damen, das ist wirklich sehr nett".

Verstärkte Reinigung der Apotheken

Das Miniabulatorium im Ärztezentrum St. Veit und die Apotheken am Unteren Platz sowie am Wayerfeld werden täglich nun noch intensiver in der Früh gereinigt, um den Mitarbeitern und Kunden ein sauberes und hygienisches Umfeld zu ermöglichen, wenn aufgesperrt wird. Ob Schutzausrüstung und Gesichtsschutz verwendet wird, entscheidet der Kunde.
"Ein großes Dankeschön gilt unseren Mitarbeitern. Sie verrichten eine Hintergrundarbeit, die man nicht wahrnimmt, aber essentiell in der Zeit ist", sagt Karnath. Die Firmenleitung habe größten Respekt und Anerkennung für die Arbeit ihrer Mitarbeiter. „Sie leisten großartiges in dieser schwierigen Situation der Corona-Epedemie“, findet auch Firmeninhaber Christian Karnath.

Die "Tatortreinigung"

Der Betrieb bewerkstelligt neben kompletter Objekt-Entrümpelung mit Reinigung auch eine sogenannte Tatortreinigung.  Was kann man sich darunter vorstellen? "Wenn jemand stirbt und nicht sofort gefunden wird, werden wir nach dem Abtransport der Leiche gerufen. Der Mensch verliert nach seinem Tod in den ersten 24 Stunden extrem viel Flüssigkeit. Leichengeruch setzt sich dort fest, wo der Mensch gestorben ist",  erzählt Karnath.
Mitarbeiter der Reinigungsfirma führen eine hygienische Reinigung durch, Gegenstände, die kontaminiert sind, werden entsorgt. "Daher sei man mit Schutzanzügen und dementsprechenden Reinigungsmittel gut gerüstet. „Wir haben ausreichend Reinigungs- und Desinfektionsmittel auf Lager. Auch Schutzanzüge und Gesichtsmasken, die wir bei Bedarf einsetzen, sind in ausreichendem Maß vorhanden“.

Der Firmensitz in der St. Veiter Gewerbestraße.
  • Der Firmensitz in der St. Veiter Gewerbestraße.
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Bettina Knafl

Das Unternehmen „Karnath Facility Services“
 „Karnath Facility Services“ wurde im August 2019 durch Übernahme einer alteingesessenen Gebäudereinigungsfirma in St. Veit gegründet. Alle Mitarbeiter wurden übernommen. Innerhalb weniger Monate wurde ein neuer Standort im St. Veiter Industriegebiet (Gewerbestraße 7) aufgebaut.

Der Familienbetrieb
Die Chefs der Firma stammen aus Sörg: Inhaber Christian Karnath blickt auf eine über 25 Jahre währende Erfahrung in der Hausverwaltung/Hausbetreuung zurück. Als ehemaliger CEO einer großen Lebensmittelkette mit Verantwortung von über 30.000 Mitarbeitern weiß er genau wie wichtig Sauberkeit und Hygiene sind.
Sohn und Geschäftsführer Maximilian steuert das operative Geschäft und ist für jeden Kunden, vor allem aber für die rund 20 Mitarbeiter Ansprechpartner. Objektbesichtigung, Angebotslegung, Kundenbesuche und die Einsatzplanung, die in der aktuellen Situation sehr viel Flexibilität erfordert, bestimmen seinen Tag. "Zu Unterstützung des Familienbetriebes ist nun auch Bruder Benedikt, der in Berlin lebt, angereist", verrät Maximilian Karnath.

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