Welt von Tibet lockt Gäste auf den Berg

Lama Geshe Tenzin Dhargye, der Direktor des Tibtenzentrum Instituts
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KNAPPENBERG. Zuerst in Hüttenberg beheimatet, fand vor Kurzem die Eröffnung des 1,6 Mio. Euro teuren Gebäudes in Knappenberg statt, finanziert zur Gänze vom Land Kärnten. Das Tibetzentrum Institut mietet das Gebäude für 50 Jahre von Jufa und hat somit auf rund 400 Quadratmetern Büros, Seminarraum und einen tibetischen Therapieraum zur Verfügung.

Lehren auf 1.000 Metern

Mit besserer Aussicht und mehr Sonne begründet man den Umzug nach Knappenberg: "Unsere Studenten können in den Pausen frische Luft mit toller Aussicht genießen", sagt Lama Geshe Tenzin Dhargye, Direktor des Tibtenzentrum Instituts. Auf über 1.000 Metern Sehhöhe versteht sich das Institut als Ort der Begegnung, an dem Menschen aller Religionen, Weltanschauungen und Kulturen zueinanderfinden. Das Institut bietet ein breit gefächertes Bildungsprogramm zu den tibetischen Wissensgebieten in Form von Seminaren, Workshops, Diplomlehrgängen. "Jeder ist willkommen, Religion spielt keine Rolle", lädt Lama Geshe Tenzin ein. Die Mehrheit der Teilnehmer sind Christen (36% katholisch, 7% evangelisch), 29% sind Buddhisten, 27 % ohne Bekenntnis.

Zehn Nationen lernten

Seit der Gründung 2008 haben mehr als 9.500 Personen aus zehn Nationen den Weg nach Hüttenberg gefunden. "Es ist egal, wo unterrichtet wird. Der Grund, warum wir weltweit bekannt sind, erklärt sich aus unserem attraktiven Programm, das einzigartig ist", sagt der Direktor. Viele Hüttenberger beziehungsweise Kärntner besuchen die Kurse. Derzeit laufen sieben Diplomlehrgänge mit 217 Teilnehmern. "Harmonie und Frieden sind in der Gesellschaft wichtig. Die Menschen werden aggressiver, die Distanz zueinander vergrößert sich. Wir brauchen Sicherheit und positive Gedanken", wünscht Lama Geshe Tenzin, dass tibetisches Wissen zu mehr Wohlbefinden beiträgt.

Zur Vorgeschichte

Begonnen hat das Projekt 2005/2006 mit dem 22 Mio. Euro Hotelidee der Firma Rogner, in dem das tibetische Bildungszentrum ursprünglich eingeplant war. Man wollte ein Tibet-Wellnes-Hotel und die tibetische Universität im sogenannten Tibetzentrum realisieren. Umgesetzt wurde die Idee aufgrund diverser Uneinigkeiten zwischen der Firma Rogner und den Tibetern nicht. Danach wollte ein anderer Investor das Hotelprojekt umsetzen. Bis heute gibt es kein Hotel.
Unabhängiges Zentrum
Das Land Kärnten und die Tibeter wollten das Bildungsinstitut nun ohne das Hotelprojekt umsetzen. 2007 wurde der "Letter of Intent" unterzeichnet: Zwischen dem Land und den Tibetern wurde vereinbart, das gemeinsame Dach für diese beiden Projekte zu beeenden. Seit damals sind das Hotelprojekt und das Ausbildungszentrum voneinander getrennt und unabhängig.
2008 wurde das Tibetzentum Institut eröffnet. Mehr als 9.500 Personen besuchten an 640 Tagen die Veranstalungen. Verglichen mit den damaligen Planzahlen ist das ein Plus von 55%.

Autor:

Bettina Knafl aus St. Veit

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