02.11.2017, 10:00 Uhr

Das weiße Federvieh hat jetzt Hochsaison

Seit 1993 hält Familie Stromberger vlg. Brunnerhof Weidegänse. Für Iris Stromberger und ihr Team ist derzeit Hochsaison

Am Brunnerhof der Familie Stromberger in Pirkfeld herrscht derzeit ob der Ganslzeit Hochbetrieb.

PIRKFELD. "Wenn es draußen kühler wird und es im warmen Haus anfängt, nach Bratäpfeln und Zimt zu riechen, ist die richtige Zeit für ein Ganslmenü angebrochen", findet Iris Stromberger. Der Bio-Betrieb Brunnerhof in Pirkfeld bei St. Veit ist Mitglied der Arge Kärntner Bioweidegans und kärntenweit einer von fünf Landwirten, die Gänse halten bzw. an die Wirte abgeben.
Geschlachtet wird einmal pro Woche. Die Gansl können am Brunnerhof sowie bei Merkur, Feinkost Jäger in Klagenfurt und Nockfleisch in Feldkirchen gekauft und obendrein bei zahlreichen Wirten genossen werden. Die Federn werden in Vorarlberg zu hochwertigen Daunenprodukten verarbeitet.

Auf die Gans gekommen

Seit 1993 beschäftigt man sich am Brunnerhof mit der Weideganshaltung. "Damals waren ,Butterberg und der Milchsee' ein Thema. Ich habe mich nach Alternativen umgesehen", kam Stromberger auf die Gans. Zu der Zeit war die Inlandsversorgung mit dem Ganslfleisch bei acht Prozent, jetzt sind es laut Stromberger bis zu 25 Prozent.
Am Bio-Betrieb sind die Gänse im Freiland unterwegs und werden artgerecht gehalten. Am Hof leben noch Enten, Perlhühner, Hühner und Schweine.

Ganslessen am Brunnerhof

Am Brunnerhof geht es derzeit rund: Die Familie lädt Freitag bis Sonntag jedes Wochenende bis zum 3. Adventsonntag zum Ganslessen.
Am Brunnerhof gibt's das Gansl mit Rotkraut, Maroni, Waldviertlerknödel und Preiselbeer-Birnen. Außerdem Gänselebermousse und Gansl-Speck. Stromberger würzt mit Salz, Pfeffer, Majoran und Thymian.
Bis zum 23. Dezember können die Gansl ab Hof bezogen werden. "Die Weihnachtsgans ist immer mehr im Kommen", weiß Stromberger. Die Gans sei auch deshalb so beliebt, weil man sie gut vorbereiten kann.

Tipps fürs Gansl

Jene, die bei ihr ein Gansl zum Selberbraten abholen, gibt sie gerne Tipps. "Natürlich kennt man Feinheiten, die man gerne weitergibt". Als Faustregel gilt: pro Kilo eine Stunde im Ofen. "Die Gans braucht Zeit. Mit der Temperatur vorsichtig sein", weiß Stromberger, dass die Gans sonst trocken werden könnte. Immer wieder mit Bratensaft übergießen oder eine Pfanne mit Wasser ins Backrohr stellen.
Stromberger fällt auf, dass Gansl populärer wird, auch bei Jüngeren. "Oft werden neue Garmethoden ausprobiert, beispielsweise im Kugelgrill. Oder die Gans wird mit anderen Gewürzen und Beilagen kombiniert. Ich finde es toll, dass man experimentiert. Kochen soll lebendig sein".

Zur Info
Der Bio-Betrieb der Familie Stromberger vlg. Brunnerhof in Pirkfeld bei St. Veit ist Mitglied der Arge Kärntner Bioweidegans.
Ganslessen am Brunnerhof in Pirkfeld: Voranmeldung erbeten!
Infos: www.ktn.bioweidegans.at oder iris@brunnerhof.cc
1
1
1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.