25.01.2012, 06:00 Uhr

Die „Cybercops“ sind auf der Lauer

Zwei Polizisten im Bezirk nehmen sich speziell der Internet- Kriminalität an.

(hh). Das Thema Internet-Kriminalität tritt immer mehr in den Vordergrund. Bereits 42 Prozent der Österreicher haben im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen über das Internet bestellt. Dreiste Internetbetrüger nützen dies immer mehr aus. Im Bezirk gibt es nun ein erstmaliges bezirksweites Pilotprojekt.
Zwei eigens dafür zuständige Beamte nehmen sich der Internet-Kriminalität an. „Wir nehmen sämtliche Formen der Internetkriminalität unter die Lupe und bieten dabei auch Hilfestellung für die Betroffenen“, sagt der Launsdorfer Gruppeninspektor Alexander Kogler, der zusammen mit Revierinspektor Alfred Supanz als „Cybercop“ auftritt. Sie wurden dafür im Landeskriminalamt speziell ausgebildet.
Die beiden „Cybercops“ sind gut gerüstet – beide sagen der Kriminalität in den neuen Medien „den Kampf“ an. „Die größte Gefahr stellen Online-Shops dar. Denn oft bekommt man die bestellte Ware gar nicht“, sagt Kogler. Deshalb solle man nichts auf Vorauszahlung bestellen.
Ein Problem sind auch die Scheckbetrügereien. Sobald die Leute einen Scheck erhalten, sollten sie sofort die Bank kontaktieren. „Wir informieren zum Beispiel Banken, was die Kriminalität im Internet betrifft“, so Supanz, der seinen Dienst in Friesach versieht. Wenn etwas schon nach einer strafbaren Handlung im Internet riecht, soll man sofort die „Cybercops“ kontaktieren. Melden kann man sich in jeder Polizeidienststelle im Bezirk.

Es geht um Prophylaxe

Auch wenn der Versuch eines Betruges gegeben ist, wird bereits ermittelt. „Dabei geht es uns um Prophylaxe, um die Leute aufzuklären und mögliche Schäden zu verhindern. Die Leute sollen sich melden und keine Scheu haben“, sagt Kogler. Die „Cybercops“ nehmen dann Kontakt mit den Betroffenen auf, holen sich weitere Infos und schauen, was sie machen können. Wichtig aber: „Die Leute sollen prinzipiell vorsichtig sein“, so die Beamten. Es gab bereits mehrere kleinere Fälle im Bezirk. „Der finanzielle Schaden hielt sich dabei aber in Grenzen“, sagt der St. Veiter Bezirkspolizeikommandant Horst Jessenitschnig.

E-Mail geknackt

Ein prominentes Opfer von Cyber-Kriminalität war Hüttenbergs Bürgermeister Josef Ofner. Seine E-Mail-Adresse wurde geknackt, daraufhin gelangten die Täter an seine Kontakte. Mit Ofners Adresse wurden diese dann angeschrieben mit der Bitte um Spenden. Die fiktiven Angaben waren den Angeschriebenen nicht ganz geheuer und so meldeten sie sich sofort bei der Polizei. Deshalb entstand kein Schaden.
Das Bundeskriminalamt hat auch eine zentrale Meldestelle „Against Cybercrime“ eingerichtet. Man kann verdächtige Sachverhalte direkt über das Internet melden. Empfohlen wird, vor allem bei der Jagd nach sogenannten Internet-Schnäppchen besonders vorsichtig zu sein.
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