25.01.2012, 06:00 Uhr

Ganze Wahrheit über Skilehrer

Kärntner Ex-Skilehrer veröffentlicht ein Buch über Pisten-Klischees.

Über Jahre war der Maria Saaler Alexander Sever (38) in den winterlichen Partymetropolen Österreichs unterwegs. Bis vor sechs Jahren brachte der Skilehrer Urlaubern in Kaprun, Ischgl, Obertauern und am Arlberg den richtigen Schwung bei. „Ich habe einige Geschichten erlebt“, denkt er zurück.
Nun hat er seine Erinnerungen im Roman „Schneeverhältnisse“ verarbeitet. „Die Geschichte ist fiktiv“, klärt Sever auf, „aber die Episoden entsprechen der Wahrheit.“ – Eine Wahrheit über Skilehrer, die einigen Klischees gerecht wird. „Die Welt der Skigebiete ist wie ein Mikrokosmos, eine Scheinwelt“, so Sever.

Miniromanzen im Schnee

Skilehrer Mike – so nennt Sever seine Hauptfigur – lebt in dieser Scheinwelt, genießt das Après-Ski und: „Nicht selten kommt es zu Miniromanzen.“ Skilehrer im Allgemeinen, so ist Sever überzeugt, kommen bei den Damen gut an, weil sie das Lebensgefühl, das Urlauberinnen suchen, verkörpern – sportlich, naturverbunden, durchtrainiert. Nicht wenige Damen wollen auch abseits der Piste in Schwung kommen. „Viele gehen relativ rasch zur Körpersprache über, wenn der Alkoholpegel steigt.“

Eifersüchtige Skihaserln

Dass dieser Vorsprung beim weiblichen Geschlecht stets nur Spaß macht, verneint Sever und Romanfigur Mike erlebt es am eigenen Leib. „Es kann zu Missstimmungen in der Gruppe kommen.“ Wenn ein Skihaserl mitzählt, wie oft der Lehrer mit einer bestimmten Dame auf dem Lift sitzt, ist das der Atmosphäre nicht zuträglich. Sever: „Es sind die Frauen, die abgeblitzt sind, die zum schlechten Ruf der Skilehrer beitragen.“
Mike will schließlich aus dem Zirkus aussteigen, „weil er nicht mehr Beigabe zur Liftkarte sein möchte.“ Im Roman schafft er es allerdings erst nach einem schweren Unfall
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