04.04.2017, 16:30 Uhr

Gurk: Amtsleiter Donis verabschiedet sich in den Ruhestand

Ein gutes Team: Der künftige Amtsleiter Johann Schöffmann, Bürgermeister Siegfried Kampl und Werner Donis (von links)

Werner Donis, Amtsleiter in Gurk, geht in Pension. Sein Nachfolger ist Johann Schöffmann.

GURK. Vergangenen Freitag war der letzte Arbeitstag von Werner Donis als Amtsleiter der Marktgemeinde Gurk. 42 Jahre arbeitete Donis am Gemeindeamt, die letzten 22 Jahre war er als Amtsleiter tätig. Obwohl der Ruhestand offiziell erst mit 1. September beginnt, verbrachte Donis aufgrund Zeitausgleich und Urlaub Freitag den letzten Tag hinter seinem Schreibtisch. Die Amtsgeschäfte führt derzeit Johann Schöffmann. Ab 1. September dieses Jahres ist Schöffmann neuer Amtsleiter in Gurk. Der Posten von Schöffmann in der Finanzverwaltung ist bereits ausgeschrieben.


Mit Freude in die Pension

Beim Besuch der WOCHE am letzten Arbeitstag des Gurkers strahlte Donis Gelassenheit und Zufriedenheit aus. Von Wehmut keine Spur. "So ist der Lauf der Dinge. Ich hatte ja Zeit, mich auf meinen Ruhestand vorzubereiten", freut er sich auf mehr Stunden für seine vier Enkelkinder, seine diversen Tätigkeiten bei Vereinen und seine Hobbys Tennis und Jagd.

"Ich hatte tolle Kollegen"

Vermissen wird er sein Team: "Wir hatten am Gemeindeamt ein super Betriebsklima, ich hatte so tolle Kollegen im Amt und im Wirtschaftshof. Ich denke, dadurch habe ich meine Tätigkeit noch viel lieber ausgeübt", streut er auch Siegfried Kampl, seit 1991 Bürgermeister, Rosen. "Es gibt keinen besseren Bürgermeister. Er ist sehr fordernd, steht aber immer hinter seinen Mitarbeitern", erzählt Donis Kampls Spruch: "Ihr braucht nicht mehr zu arbeiten als ich".
Als Standesbeamter führte er seit 1982 90 Hochzeiten durch. "Die Scheidungsrate ist ganz gering", schmunzelt er.


Die Erinnerungen

Großereignisse prägten Donis: Beim Papstbesuch 1988 war er für die Vorbereitungen zuständig. "Als der Papst mit dem Hubschrauber landete, kamen mir die Tränen", erinnert er sich. Bei den Feierlichkeiten 1998 anlässlich der vielen Jubiläen in Gurk hieß es Tag und Nacht arbeiten. Ebenso bei der Hagel- und Sturm-Katastrophe 1993. Ein Highlight war zudem 2000 die Privataudienz bei Papst Johannes Paul II..

Immer im Dienst

Donis kennt jeden in Gurk. Sein Dienst begann, wenn er einen Fuß vor die Türe setzte. "Ich hatte aber nie ein Problem damit. Die Bürger kamen ja auch nach Dienstzeit auf mich zu. Im Auto lagen immer Zettel und Stift für Notizen".
Bürgermeister Kampl dankt Donis für seinen Einsatz: "Es war eine sehr gute Zusammenarbeit, die von gegenseitigem Vertrauen geprägt war".
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