30.03.2017, 18:54 Uhr

"Ich liebe Kräne": Bürgermeister Gerhard Mock freut sich über Großbaustellen

Der St. Veiter Bürgermeister Gerhard Mock freut sich über die regen Bautätigkeiten in der Innenstadt (Foto: St. Veit)

An die 100 Arbeitsplätze werden in der Herzogstadt geschaffen: Die Stadt St. Veit und private Geldgeber investieren für Wohn- und Geschäftsräumlichkeiten.

ST. VEIT. Ein sichtlich gut gelaunter Bürgermeister lud zur Pressekonferenz und stellte gleich eingangs fest: "Ich liebe Kräne". Er spielte auf zwei Baukräne am Unteren Platz an. "Kräne bedeuten Bautätigkeiten ,Arbeitsplätze und dass sich etwas in der Stadt bewegt", erklärt Gerhard Mock, dass es in seinen bald 29 Jahren Amtszeit als Bürgermeister noch nie so viele Großbaustellen in der St. Veiter Innenstadt gab.

Die Innenstadt ist Baustelle

Rund 21 Millionen Euro werden von privaten Investoren und der Stadtgemeinde von die Hand genommen und direkt im Altstadtbereich verbaut. Zu diesem Innenstadt- Investionspaket gehören die Ansiedelung von H&M im ehemaligen Geiger-Haus, das Wohn- und Geschäftsflächenprojekt „Arcineum“ am Unteren Platz und der Umbau des ehemaligen Hotels „Weißes Lamm“.

H&M eröffnet zum Weihnachtsgeschäft 2017

Die Umbauarbeiten für die H&M-Filiale wurden vor einigen Wochen gestartet. Der nordwestlich gelegene Burggassentrakt wird abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die Verkaufsfläche beträgt dann 1.700 Quadratmeter und erstreckt sich über zwei Ebenen, zwei Drittel davon im überdachten und mit historischen Arkaden begrenzten Innenhof. 20 bis 25 Mitarbeiter werden aufgenommen.
Der Modekonzern will rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft 2017 den Standort offiziell eröffnen. Zudem werden vier Wohneinheiten mit 97 bis 120 m² im denkmalgeschützten Altbau gebaut.

Eduscho übersiedelt

Durch H&M-Ansiedelung muss die Eduscho-Filiale ihren Standort wechseln: Demnächst beginnt der Umbau am neuen Standort „Unterer Platz 7“. Im Mai bzw. Juni soll Eduscho an den neuen Standort siedeln.

Umbauarbeiten Weißes Lamm

Seit Ende Oktober wird das ehemalige Hotel umgebaut, 14 Wohneinheiten auf Miet-Kauf-Basis werden bis Winter 2017/18 zur Verfügung stehen. Im Erdgeschoß entstehen Räumlichkeiten für die Stadtbücherei (120 m²) und die Tourismusinfo (90 m²). Alleine in dieses Projekt fließen 4,2 Millionen Euro.

"Arcineum": Baustart im Sommer

Im Sommer startet der Bau des „Arcineum“. 28 Wohnungen, Geschäfts- und Büroflächen sowie eine Parkgarage werden hier entstehen. "Wir wollten im Erdgeschoß ein Lebensmittelgeschäft realisieren. Das ist uns nicht gelungen", sagt Mock. Grund seien laut diverser Konzerne die fehlenden Parkplätze sowie Zufahrten.
Realisiert wird das Projekt vom Architekturbüro „Müller & Hohenwarter“ in Klagenfurt. Als Bauträger fungiert die 9022 Arcineum Errichtungs GmbH. Investiert werden hier zwölf Millionen Euro.

Die Innenstadt ist uns etwas wert"

Bis zu 40 Prozent sei das Bauen in der Innenstadt aufgrund der baulichen Gegebenheiten teurer als auf der grünen Wiese. Die innerstädtischen Investitionen sieht Mock als klarer Belebungsimpuls für den Stadtkern: „Jeden Cent, der in die Innenstadt gesteckt wird, bekommen wir in Form von Belebung wieder retour. Bürger, die im Stadtkern wohnen, tätigen nachweislich ihre Einkäufe in ihrer unmittelbaren Umgebung“, weiß Mock. "Die Innenstadt ist uns etwas wert".

Möbelix: Baustart noch heuer

Auch außerhalb der Innenstadt wird kräftig investiert: So ist die Ansiedelung von Möbelix in Glandorf mit einer Gesamtverkaufsfläche von 4.000 m² fix, Baustart ist noch heuer. Das Areal samt Lager und Parkflächen ist weit über 10.000 m² groß. 20 bis 25 neue Jobs entstehen. Zudem wird es eine Neugestaltung der Verkehrssituation vor Ort geben.
Das neue Feuerwehrgebäude am Wayerfeld wird im Herbst eröffnet. Kosten: rund 6 Millionen Euro.

Erweiterung REWE-Standort im Industriepark

Ein Zubau soll beim Billa-Logistikzentrum in Blintendorf errichtet werden und ein 10.000 m² großes Hochregallager beherbergen. "Supermärkte in Kärnten, Osttirol und Teilen der Steiermark werden dann von St. Veit aus beliefert", so Mock. Das sei ein positives Signal für St. Veit als Wirtschaftsstandort, schließlich werde der Mitarbeiterstand um 35 Beschäftigte aufgestockt.
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