09.08.2017, 07:00 Uhr

In St. Veit startet die "Teddy-Ambulanz"

Andrea Wolfinger leitet im Bezirk die Teddybärenambulanz

Im September startet die Teddybärenambulanz im Bezirk St. Veit. Veranstaltet wird diese vom Roten Kreuz. Die Kinder lernen hier spielerisch wie die Rettung ihnen hilft und was die Rettung genau macht.

ST. VEIT. Im September fängt das Rote Kreuz mit der Teddybärenambulanz bei den St. Veiter Kindergärten an. "Ziel der Teddybärenambulanz ist es, den Kindern die Rettung näherzubringen, ihnen die Angst vor der Rettung zu nehmen und den Kindern auf spielerische Weise zu zeigen, was wir tun und was unsere Geräte tun", so Andrea Wolfinger, die Leiterin der Teddybärenambulanz.

Die drei Bereiche der Ambulanz 

Die Ambulanz besteht aus drei Bereichen: 
Das Kennenlernen der Geräte: Die Kinder lernen hier einige Geräte kennen, mit denen die Rettung arbeitet. " Sie lernen und sehen, dass die Manschette beim Blutdruckmessen enger wird und nicht weh tut. Oder beim Pulsoximeter bekommen sie einen Klipp auf den Finger und hören auf einmal ihren Herzschlag" , so Wolfinger
Eine weiterer Punkt ist das Kennenlernen des Autos. Hier wir den Kindern der Inhalt des Autos wie der Tragsessel oder die Trage, das Blaulicht oder das Folgetonhorn erklärt. "Die Kinder fahren eine Runde mit dem Tragsessel und setzen ab und zu die Helme auf, die wir im Auto haben", fährt Wolfinger fort.
Der letzte und dritte Punkt sind die Teddybären, die dem Projekt den Namen geben. "Die Kinder können ihr Lieblingskuscheltier mitnehmen. Sie erzählen uns wenn ihr Kuscheltier aus dem Bett gefallen ist oder sich den Kopf gestoßen hat, je nach Verletzung bekommt das Kuscheltier ein Pflaster oder einen Verband, den wir mit den Kindern anlegen", erklärt Wolfinger. 

Start im September

Bisher wurde die Teddybärenambulanz als Testlauf in sechs Kindergärten durchgeführt. Da es bei den Kindern und Kindergärtnern so gut ankam, wird das Projekt nun in ganz St. Veit durchgeführt. Jeder Kindergarten kann sich anmelden. "Jedoch ist die Anzahl der Termine auf zwei im Monat beschränkt, da das Team der Teddybärenambulanz aus ehrenamtlichen Helfern besteht und somit sich jeder seine Zeit einteilen muss", so Wolfinger
Die Ambulanz findet von 9-11 Uhr statt, danach bekommen die Kinder noch kleine Präsente. "Wir schenken ihnen Rettungsfahnen, Reflektoren in Teddybärenform und einen großen Teddybären für den Kindergarten".  Das Projekt ist für Kinder die im nächsten Jahr mit der Schule beginnen, jedoch nehmen auch die etwas kleineren Kinder am Projekt teil. "Wir kommen auch gern ein Jahr später wieder und zeigen den Kindern nochmals alles. Auch ist die Aufmerksamkeit von älteren Kindern größer, erklärt Wolfinger

Ein starkes Team 

Das Projekt findet derzeit beim Roten Kreuz Villach, Feldkirchen und St. Veit statt und wurde vom Roten Kreuz Kärnten ausgearbeitet. Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt in Villach. "Ich war schon einmal mit der Rettung im Kindergarten. Dieser Tag hat mir so gut gefallen und hat mich so fasziniert, dass ich mich für das Projekt Teddybärenambulanz interessiert habe", erklärt Wolfinger. "Wir sind derzeit zwölf Leute, die ehrenamtlich die Teddybärenambulanz durchführen. Wir sind ein starkes Team, jeder trägt seinen Teil bei und ist gleichgestellt".
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