08.09.2016, 11:33 Uhr

Nach 20 Jahren: Pfarrer Pinto traf Wegbegleiterin wieder

Lawrence Pinto traf mit seiner Reisegruppe seine Wegbegleiterin in der Ausbildung Lucia Zanchetta (3. v. r.) (Foto: KK)

Der Ebersteiner Pfarrer Lawrence Pinto erlebte bei seinem Vatikan-Aufenthalt gleich zwei Wunder, wie er selbst erzählt.

EBERSTEIN, ROM (stp). Am vergangenen Wochenende war der Ebersteiner Pfarrer Lawrence Pinto von Papst Franziskus zur Heiligsprechung der Mutter Teresa in den Vatikan eingeladen. Dort teilte er am Petersplatz die Kommunion. Die WOCHE berichtete. Wir haben ihn nach seiner Rückkehr erneut besucht und eine fast unglaubliche Geschichte zu hören bekommen.

Eigene Route am Petersplatz

"Mutter Teresa hat binnen zwei Tagen gleich zwei Wunder geschehen lassen", strahlt Pinto über das gesamte Gesicht. Das erste Wunder begann beim Spenden der Kommunion am Petersplatz. Pinto war einer von über 200 Priestern, die den hunderttausenden Menschen die Kommunion gaben. Üblicherweise gibt es für die Priester eine vorgegebene Route, die sie mit einem Begleiter abgehen.

Das erste Wunder

Pinto hatte aber ein spezielles Anliegen: "Ich wollte unbedingt meiner Reisegruppe Kommunion spenden. Deshalb habe ich zum Begleiter gesagt, dass ich nicht mit ihm mitgehe, sondern er mit mir. Für ihn war das in Ordnung." Auf die Frage des Begleiters, ob er wisse wo die Ebersteiner Reisegruppe sei antwortete Pinto: "Nein, aber Mutter Teresa wird es mir zeigen."
Und tatsächlich: Am anderen Ende der Masse fand er seine Reisegruppe und teilte die Kommunion mit ihnen.

Die Rückreise am Montag

Was ihm allerdings am nächsten Tag widerfuhr, scheint noch unglaublicher und hat seinen Beginn ebenfalls bei der Heiligsprechung am Sonntag. "Mich hat eine Frau in der ersten Reihe durchgehend angelächelt. Ich habe sie aber nicht erkannt", so Pinto. Bei der Heimreise am nächsten Tag machte die Reisegruppe dann einen Zwischenstopp in der Kleinstadt Castel Gandolfo.

Das zweite Wunder

Dort trat die Frau vom Vortag plötzlich vor Pinto und fragte: "Bist du Lawrence?" Diesmal wusste Pfarrer Pinto, wen er vor sich stehen hatte: "Da habe ich sie sofort erkannt. Ich habe 13 Jahre lang mit Lucia während meiner Priesterausbildung in Rom zusammengearbeitet. Ihre Familie hat mich auch bei meinen Missionsprojekten in Indien unterstützt. Wir haben uns aber vor ca. 20 Jahren aus den Augen verloren."

"Mutter Teresa hat mich zu dir gebracht"

Die Freude über das Wiedersehen war groß. Lucia Zanchetta lebt nach der Scheidung von ihrem Mann mit ihrem herzkranken Sohn in einer kleinen Wohnung in Castel Gandolfo. "Ich habe sie nach dem Treffen beim Cafe zu Hause besucht und ihren Sohn für seine bevorstehende Herz-Operation gesegnet", berichtet Pinto, der auch für dieses "Wunder" Mutter Teresa verantwortlich macht: "Meine ersten Worte zu Lucia waren: Mutter Teresa hat mich zu dir gebracht."
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