07.10.2014, 15:00 Uhr

Nach Unfall fordern Anrainer Fahrverbot

Der bosnische Lkw-Lenker kam von der Fahrbahn ab und landet mit dem Tankzug in der Gurk (Foto: KK)

Unfall, bei dem LKW in der Gurk landete, erzürnt Anrainer. LR Ragger verspricht Verkehrszählung.

KAPPEL (bek). Schon seit Jahren sorgt der Schwerverkehr auf der Krappfelder Straße für Anrainerproteste. Viele Kraftfahrer wählen diesen Weg, um sich die Mautgebühren zu ersparen. "Zu ortsansässigen Betriebe fährt lediglich ein kleiner Teil, mehr als drei Viertel fahren nur durch", ärgert sich Anrainer Siegmund Leitgeb. Täglich donnern bis zu 250 LKWs durch Passering.
Vergangene Woche kam ein Sattelzug, beladen mit 26 Tonnen Soda, von der Landesstraße ab und stürzte in die Gurk. "Nicht auszudenken, wenn Diesel oder das beladene Gut ins Grundwasser gelangt wären", weist Anrainer Siegmund Leitgeb auf die Umweltgefahr hin. Er habe schon LKWs gesehen, die Flüssiggas geladen haben. Mittlerweile hat Leitgeb Umweltlandesrat Rolf Holub kontaktiert. Dieser verspricht auf Anfrage der WOCHE, sich der Causa verstärkt anzunehmen. Bürgermeister Martin Gruber sind die Hände gebunden, da "Landesstraße Landessache" ist. "Ich setze mich natürlich massiv bei den zuständigen Stellen ein. Nach diesem Unfall findet vielleicht endlich ein Umdenken statt und es wird etwas unternommen", hofft Gruber.

Hoffnung Fahrverbot

Eine generelles Fahrverbot lehnt der zuständige LR Christian Ragger zum jetzigen Zeitpunkt ab. "Ich bin bereit, in Passering eine Zählung durchzuführen. Mit den dann vorliegenden Ergebnissen können wir gemeinsam mit der Bevölkerung eine Lösung ausarbeiten", macht Ragger den Anrainern Hoffnungen.
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