03.09.2014, 09:00 Uhr

Polizei: Keine konkreten gegen Hinweise den Hundekiller

Erstes Opfer. Rettungshund Cello (5) soll Anfang Juni in Feldkirchen einen Giftköder gefressen haben. Das Tier überlebte (Foto: Woche/KK)

Polizei geht jedem Hinweis nach. Kein Serientäter am Werk. Ursache könnte Schneckengift sein.

ST. VEIT. (mv) Unter den Hundebesitzern in Kärnten herrscht Panik. Ein Unbekannter soll in Mittelkärnten Giftköder ausstreuen und wahllos Vierbeiner vergiften. Seit Juni gingen bei der Polizei zehn Anzeigen ein. Ins Visier der Polizei geriet auch ein Mann aus dem Bezirk St. Veit. Laut Polizei gibt es keine Hinweise auf einen Serientäter.

Verdacht zerschlug sich

"Ein Verdächtiger wurde an einem Tatort gesehen. Bei der Einvernahme stellte sich heraus, dass der Mann mit den Giftanschlägen nichts zu tun hat", sagt Gottlieb Türk, Leiter des Landeskriminalamts Kärnten und weiter: "Jeder Hinweis wird von uns genauestens überprüft. Derzeit deutet jedoch nichts auf einen Serientäter hin." Um den Täter – sofern es ihn überhaupt gibt – zu stellen, müsste man ihn in flagranti erwischen.

Kein Giftköder gefunden

Besorgte Hundebesitzer haben in den vergangenen Wochen zwei mutmaßliche Giftköder bei der Polizei abgegeben. "Wir haben die beiden Proben untersucht, es konnte kein Gift nachgewiesen werden. Einmal handelte es sich um ein Fleischstück und einmal um ein Stück Brot." Als Ursache der Vergiftungen vermutet Türk Schneckenkorn. "Dieses Gift wird im Frühjahr häufig ausgestreut. Für die Hunde ist es eigentlich ungiftig, aber wenn sie es in höheren Dosen fressen, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen", sagt Türk und betont: "Die Hundebesitzer sind sensibilisiert und vermuten dann sofort, dass der Hund vergiftet wurde."
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