30.09.2014, 17:10 Uhr

Sattelschlepper landete in der Gurk

Der bosnische Lkw-Lenker kam von der Fahrbahn ab und landet mit dem Tankzug in der Gurk. (Foto: KK)

Die Polizei vermutet Sekundenschlaf. Bergung des Lkw gestaltet sich sehr schwierig. Anrainer protestieren gegen den Schwerverkehr.

KAPPEL. In der Nacht auf Dienstag kam ein Kraftfahrer aus Bosnien mit einem Sattelzug von der Krappfelder Landesstraße von der Fahrbahn ab und stürzte in die Gurk. Der Lkw war mit 26 Tonnen Soda beladen. Der Lenker wurde in das Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht. Die Polizei vermutet als Unfallursache Übermüdung.

Schwierige Bergung

Da aus dem zerstörten Lastwagen Treibstoff und Soda austreten drohten, führten die Feuerwehren Althofen, Passering und Pöling Absicherungsarbeiten durch. Ein Landeschemiker konnte keine Verunreinigung des Gewässers feststellen. Die Bergung des Sattelzuges gestaltet sich äußerst schwierig: Der Brummi muss mit einem 350-Tonnen-Spezialkran aus der Gurk gezogen werden. Der Bergungsversuch sollte am Mittwoch über die Bühne gehen.

Schwerverkehr erzürnt Anrainer

Schon seit Jahren sorgt der Schwerverkehr auf der Krappfelder Straße für Anrainerproteste. Viele Kraftfahrer wählen den Weg über die Landesstraße um sich die Mautgebühren auf der Südautobahn und der S 37 zu ersparen. Auch der verunglückte Lkw-Fahrer wählte diesen Weg von Völkermarkt nach Treibach. Die Anrainer fordern nun ein Fahrverbot für Schwerfahrzeuge auf der Straße. Ein Gutachten der Landesregierung führt den Schwerverkehr nicht auf Mautflüchtlinge sondern auf den regionalen Güterverkehr zu den Industriebetrieben zurück.
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