07.08.2017, 10:05 Uhr

Schwere Unwetter: Bezirk St. Veit am schlimmsten betroffen

Mehrere entwurzelte Bäume machten Straßen unpassierbar (Foto: Facebook/ FF Wieting)

Nach dem starken Unwetter gab es im Bezirk St. Veit die meisten Einsätze. Am schlimmsten betroffen war Friesach. Die Freiwilligen Feuerwehren hatten mehrere Einsätze, die bis in die Nacht andauerten.

ST. VEIT. Nach einem schweren Unwetter gestern Abend wurden die Feuerwehren zu zahlreichen Einsätzen gerufen. Von überfluteten Kellern, Wohnungen, Geschäften oder Garagen bis hin zu umgestürzten Bäumen und Vermurungen standen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Ebenso waren einige Brandeinsätze zu verzeichnen. Die Einsätze dauerten teilweise bis in die späte Nacht. Verletzte wurden nicht gemeldet.

Einsätze unterbrachen Feuerwehr-Fest

Die Feuerwehr Straßburg feierte am Wochenende ihr 140-Jahr-Jubiläum. Auf Grund starker Sturmböen wurden die Besucher des Festes evakuiert. Wenig später wurden 15 Einsätze auf Grund von schweren Regen verzeichnet. Im Einsatz mit der Freiwilligen Feuerwehr Straßburg waren die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren St. Georgen/Straßburg, Winklern-Hausdorf und Gurk.
Im Zuge des Unwetters wurden die Gurktal Straße (B 39) im Bereich von Pöckstein durch entwurzelte Bäume verlegt und für kurze Zeit für den gesamten Verkehr gesperrt.


Heftige Gewitter in Friesach

Die Freiwillige Feuerwehr Friesach konnte gestern Abend 45 Einsätze im Bereich der Stadt Friesach und Umgebung verzeichnen. Für die Einsätze von ausgelösten Muren, überfluteten Räumlichkeiten, übergetretenen Bächen und ausgewurzelte Bäumen standen mit der Freiwilligen Feuerwehr Friesach auch die Freiwilligen Feuerwehren St. Salvator, Zeltschach, Althofen, Micheldorf, St. Veit an der Glan, Kappel am Krappfeld, Metnitz und Grades im Einsatz. Friesach war am schlimmsten von dem Unwetter betroffen. Die Zeltschacher Landesstraße (L 81) wurde durch eine Mure unpassierbar und musste gesperrt werden. Ebenso wurden einige Brandeinsätze gemeldet.


Dach musste abgeräumt werden

Die Freiwilligen Feuerwehren Wieting und Lölling wurden ebenso zu mehren Einsätzen gerufen. Die L91 Klippitztörl war an vielen Orten durch umgestürzte Bäume blockiert. Auf die Gefahr hin, dass noch weitere Bäume durch den starken Regen umstürzen könnten wurde die Straße ab Lölling in Richtung Klippitzthörl gesperrt. Aufgrund des starken Sturms musste ein Dach abgeräumt und wieder gesichert werden. Ebenso  war eine Hütte total verschoben. Zahlreiche kleinere und andere Einsätze mussten ebenso abgearbeitet werden.

Mehr als 1.150 Hilfskräfte im Einsatz

Ebenso traf das Unwetter das Gebiet Hüttenberg sehr schwer. Nach starken Regen und Hagel wurden hier mehrere Straßen geflutet und es sind mehrere Muren abgegangen.  Die Görtschitztal Bundesstraße wurde zwischen Hüttenberg und der Landesgrenze an mehreren Stellen überflutet und vermurt.
Nach dem schweren Unwetter waren in ganz Kärnten mehr als 100 Feuerwehren mit über 1.150 Hilfskräften im Einsatz. Die Aufräumarbeiten werden laut Landesalarm- und –Warnzentrale heute noch den ganzen Tag andauern.
„Ich bedanke mich bei allen Einsatzorganisationen und freiwilligen Helfern, die unermüdlich die ganze Nacht und auch heute noch da draußen ihr Bestes gegeben haben und geben. Sie haben einmal mehr bewiesen, wie unverzichtbar ihre Arbeit für Kärnten und seine Bevölkerung ist“, sagt Feuerwehr- und Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Peter Kaiser.
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Kurt Nöhmer aus St. Veit | 07.08.2017 | 21:12   Melden
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Herta Goldschmied aus St. Veit | 09.08.2017 | 17:32   Melden
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