10.01.2018, 18:00 Uhr

St. Veiter Wirte sagen dem Rauch den Kampf an

Aus für den Qualm – Viele Wirte in der Herzogstadt machen ihr Lokal rauchfrei. Cafés und Bars haben es damit viel schwerer (Foto: Pixabay)

Rauchfrei in einigen Lokalen. Gastronomen wollen Personal und Gästen Rauch nicht mehr zumuten.

ST. VEIT (stp). St. Veiter Gastronomen sagen dem Rauch den Kampf an – zumindest einige. So etwa das Hirterstüberl in der Postgasse, wie Chef Günther Rumpold bestätigt: "Wir wollen – so wie ursprünglich geplant – unser Lokal ab Mai als Nichtraucherlokal führen."

Familien statt Raucher

Die Stammgäste hätten damit kein Problem, versichert Rumpold und fügt hinzu: "Ich denke auch nicht, dass es durch diese Maßnahme zu Umsatzeinbußen kommt." Vielmehr könne man als Nichtraucher-Speiselokal weiterhin auf Familien mit Kindern bzw. Gästen unter 18 Jahren rechnen. Denn als Raucher-Lokal wäre diesen Zielgruppen der Zutritt laut neuer Gesetzeslage ja verboten. Auch das Personal sei sehr froh über diesen Schritt, so Rumpold: "Wir erhoffen uns davon ein angenehmeres Arbeiten ohne Rauch."

Schon seit 1.1. ohne Rauch

Doch nicht nur im Hirterstüberl wird die Zigarette verbannt. Gleich mehrere St. Veiter Gastronomen haben sich entschlossen, ihre Lokale rauchfrei zu machen. Im Hotel Mosser bzw. Suppenkasper darf bereits seit 1. Jänner nicht mehr geraucht werden. Als Speiselokal sei man nicht davon abhängig. "Wird dürften sonst keine Praktikanten mehr einstellen, da die meistens ja unter 18 sind. Die Tische werden auch meistens im Nichtraucher-Bereich reserviert. Die Raucher gehen dann an die Theke – dann bekommt erst wieder das Personal den ganzen Rauch ab", heißt es.

Ähnliche Beweggründe hatte auch Martin Weberitsch vom Autohof Schnitzer, sein Lokal seit 1. Jänner gänzlich als Nichtraucher-Lokal zu führen. Bisher durfte an der Theke geraucht werden. "Wir sind ein Speiselokal und schauen auf unsere Gäste. Unsere Stammgäste haben kein Problem mit der Umstellung. Sie haben kein Problem damit, vor die Türe zu gehen", so Weberitsch.

Unmut bei M2-Chef Schrei

Während die Betreiber der Speiselokalen nicht mit Umsatzeinbußen rechnen, sieht es bei Günter Schrei vom Café M2 bzw. Vipresso schon anders aus. "Wir können es uns nicht leisten, rauchfrei zu werden. Es rauchen etwa 90 Prozent unserer Gäste. Das wäre eine große Belastung für uns", so der Inhaber, der noch einen weiteren Aspekt anspricht: "Wenn vor der Türe geraucht wird, wäre das eine Belastung für die Anrainer." Demnach darf sowohl im M2 als auch im Vipresso weiterhin geraucht werden. Der Umbau vor wenigen Jahren hätte zudem viel Geld gekostet.

Dennoch dürfen aufgrund der neuen Gesetzeslage ab Mai keine Personen unter 18 mehr hinein. "Wir haben natürlich viele jüngere Gäste. Aber ich muss mich an das Gesetz halten, wenn es kommt", so Schrei.
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