30.10.2016, 21:32 Uhr

Tauchen auf hohem Niveau

Notaufstieg aus 40m
Vom 24. bis 30.10.2016 fand auf dem Ausbildungsgelände der Feuerwehr-Taucher Weyregg am Attersee das Berufstauchlehrerseminar des EOBV (Erster österreichischer Berufstauchlehrerverband) statt. Dort stellten sich 7 Taucher aus Österreich der Prüfungskommission des EOBV unter der Aufsicht des Ausbildungsleiters Reinhold Schmidt (Militärischer Entminungsdienst). Unterstützung an der Oberfläche sowie technische Hilfsmittel bekamen die EOBV Tauchlehreranwärter durch den Tauchdienst der Feuerwehrtaucher Burgenland, welche kombiniert eine 1 wöchige Wasserdienstübung vor Ort durchführten. Hierbei wurde von den Feuerwehrtauchern Burgenland auch erstmals ein Kamerasystem getestet das es ermöglicht zusätzlich zur vorhandenen Kommunikationseinheit auch eine bildliche Darstellung in Form von einer Unterwasser Liveaufnahme herzustellen.

Ausbildung mit System
Auf Grund der Fachkenntnis Verordnung ist die Ausbildung zum Taucher auch in Österreich gesetzlich geregelt. Als erster und einziger Tauchverband in Österreich hat der EOBV auf Grund seiner qualitativ hochwertigen Ausbildung die staatliche Ermächtigung zur Ausbildung von Tauchern erhalten. In Europa sind es zurzeit 12 Organisationen die nachweislich einen so hohen Ausbildungsstandard aufweisen können. Bescheinigt wird dies durch die CEDIP (european committee of professional diving instructors). Den EOBV gibt es übrigens schon über 30 Jahre. Bei der Prüfung zum Tauchlehrer ** mussten neben den Grundlegenden Fähigkeiten des Sporttauchens bis auf Tauchgruppenleiter Niveau (Gerätetaucher der Ausbildungsstufe 3 - ISO 24801-3) Übungen in Vorzeigequalität durchgeführt werden. Besonderes Augenmerk lag dabei z.B. auf Notaufstiegen unter Wechselatmung aus 40m, Gerät in 10m Antauchen und Anlegen, Freiwasserorientierung in der Nacht und der Tauchsicherheit im Allgemeinen. Weiters wurde entsprechend dem hohen Niveau des Verbandes ein fundiertes Wissen und Verständnis aus allen Themengebieten der Taucherei abgeprüft. Von der Tauchermaske bis zur adiabatischen Expansion mussten die Taucher der Kommission verbal, schriftlich und rechnerisch Rede und Antwort stehen. Der Straßburger Stefan Arnesch sowie zwei Taucheinsatzleiter des polizeilichen Sonderkommandos - Entschärfungsdienst, brachten im Zuge des Seminares auch den erforderlichen Fachkenntnisnachweis für allgemeine Taucharbeiten, Forschungs- und Ingenieurstaucharbeiten und Tätigkeit als Signalperson und sind somit International zur Durchführung von Unterwasserarbeiten berechtigt. Allgemein müssen mittlerweile auf Grund der Fachkenntnisnachweis Verordnung Ausbildner öffentlicher Einrichtungen, z.B. Tauchausbildner der Feuerwehr, polizeilicher Dienste, Militär etc. beim EOBV oder der WIFI ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Wobei die letztere Variante eigentlich nur ein Umweg zum EOBV ist. Der Ausbildungsweg des EOBV wird z.B. mittlerweile schon in fast ganz Österreich als Ausbildungsgrundlage des Tauchdienstes der Feuerwehren anerkannt.

Im Zuge des Seminares mussten Unterwasserarbeiten sowie pneumatische Arbeitsgeräte beherrscht und sicher gehandhabt werden. Das Tauchen mit Vollmaske inkl. Sprecheinheit sowie die tadellose Beherrschung des Gerätes (z.B. Vollmaske abnehmen und wieder aufsetzen) musste ebenso wie das Helmtauchen sicher und gefestigt vor- und durchgeführt werden. Berge- und Absenkarbeiten mittels Hebesack standen ebenfalls an der Tagesordnung.

Qualität in der Ausbildung
Der EOBV steht auch für ein hohes Niveau in der Sporttaucher Ausbildung. Hierbei können vom 1 Stern (Beaufsichtigter Taucher laut ISO 24801-1) bis zum 4 Stern Taucher (Tauchgruppenleiter) sowie Spezialkurse wie z.B. Tieftauchen, Suchen und Bergen, Rettungstauchen, Nitrox, Trimix, usw. Sicher und fundiert erlernt werden. Besonderen Wert legt der EOBV in der Tauchausbildung ebenso auf die Bewusstseinsbildung bei Tauchschülern in Bezug auf die Unterwasserwelt. Hierzu gibt es für alle Tauchlehreranwärter einen mehrstündigen Vortrag über Ökologie und Umwelt. Solche Vorträge, sowie aber auch z.B. medizinische, werden im Verband durch Fachmänner, sprich Ausgebildete Biologen, Ärtzte, etc. durchgeführt um einen Qualitätsstandard gewährleisten zu können.

Der EOBV in Österreich
Zu den Mitgliedern des EOBV zählen zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus vielerlei Berufssparten wie Medizin, Wissenschaftgebieten allgemein, Militär, Polizei usw.. Was mit unter zu einer sehr guten Verknüpfung und einem hohen Ausbildungsstandard beiträgt. Auch über die Staatsgrenzen hinaus hält der EOBV kontakt zu professionellen Tauchverbänden und arbeitet mit diesen zusammen. Tauchpionier und Legende Prof. Dr. Hans Hass war z.B. ebenfalls Ehrenmitglied des EOBV. In Österreich wurden bis dato ca. 15.000 Tauchgrundkurse bzw. Taucher Registrierungen beim EOBV verzeichnet. Unter dem Motto "Sicher Tauchen" ist eine Ausbildung zum EOBV Taucher unter anderem bei der Tauchschule Atlantis und dem Tauchsportclub Atlantis in Krumpendorf möglich. Der TSC Atlantis verfügt mittlerweile über ca. 140 Mitglieder, wobei ein Teil ebenfalls aus dem St. Veiter Bezirk stammt.


Bericht:
Stefan Arnesch
Schriftführer
Presse und Informationsarbeit
EOBV TL **
Email: diving@tsc-atlantis.at

Tauchsportclub Atlantis
Vereinsnummer: 333105004

Internet: www.tsc-atlantis.at | www.eobv.at
Email: diving@tsc-atlantis.at
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