WOCHE bewegt für daheim
Die Klopapier-Köpfchen-Kombination für eine bessere Koordination

Nicht unbedingt jedermanns Sache: Das Beinschwingen gegengleich zum Schwingen der Arme – auf alle Fälle eine geistige Herausforderung – vor allem wenn man dabei die Geschwindigkeit steigert.
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  • Nicht unbedingt jedermanns Sache: Das Beinschwingen gegengleich zum Schwingen der Arme – auf alle Fälle eine geistige Herausforderung – vor allem wenn man dabei die Geschwindigkeit steigert.
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"Ich denke, also turne ich" – dieser etwas ins Sportliche umgewandelte Grundsatz passt perfekt für sämtliche Koordinationsübungen: Mit dem Bein nach links, gleichzeitig mit dem Arm nach rechts – klingt simpel, ist in der Regel für viele Menschen eine Herausforderung. Worum es hierbei nämlich geht, ist die Abstimmung zwischen dem Gehirn und dem Bewegungsapparat. "Grundsätzlich versteht man in der Medizin sowie in den Trainingswissenschaften unter Koordination das aufeinander abgestimmte Zusammenspiel zwischen dem zentralen Nervensystem (ZNS) und der Skelettmuskulatur", erklärt Sportwissenschafter und WOCHE bewegt-Coach Georg Jillich. "Das zentrale Nervensystem besteht aus unserem Gehirn und dem davon ausgehenden verlaufenden Rückenmark. Es bildet sozusagen das Steuerungssystem unseres Bewegungsapparates und wirkt somit als Schaltzentrale für jegliches Bewegungshandeln", so Jillich. Ihm gegenüber stehen die mehr als 600 Skelettmuskeln des Menschen – also jene, die wir willentlich ansteuern können, um damit Körperbewegungen einleiten zu können. Diese Muskeln sind sozusagen die Ausführungsorgane, die es uns ermöglichen zu gehen, zu tragen, uns hinzusetzen und unsere Mahlzeiten zu zerkauen.
Wenn jemand also jene (meist komplizierten, sportlichen) Bewegungen ausführen kann, die er oder sie tatsächlich ausführen möchte, so hat diese Person eine „gute Koordination“.

Bedeutung der Koordination

Eine gute Koordination ist jedoch nicht nur beim Sport essenziell, sondern vor allem im täglichen Leben. So erfordert das Tragen unhandlicher Gegenstände oder das fachgerechte Agieren mit dem Schraubenzieher auf der Leiter genauso ein gewisses Maß an guter Koordination wie das schnelle Umschalten von einem Rechts- auf einen Linksschwung beim Schifahren.
Je besser die Koordination ausgebildet ist, desto leichter fällt es der betreffenden Person, neue Bewegungsabläufe zu lernen sowie diese mit möglichst wenig Energieaufwand durchzuführen.

Früh übt sich ...

Die Ausbildung und Trainierbarkeit diverser koordinativer Fähigkeiten ist im Kindesalter am höchsten und sinkt dann im weiteren Altersgang parallel zum Abbau von Kraft und Ausdauer. Daher ist es notwendig, variierende koordinative Übungen lebenslang in das Training beziehungsweise in den Alltag einzubauen, um möglichst lange auch in höheren Lebensdekaden unabhängig und verletzungsfrei zu bleiben. 
"Auch für Sportler hat Koordination einen sehr hohen Stellenwert, da der Grad der koordinativen Schulung in einem direkten Zusammenhang mit dem Verletzungsrisiko in der betreffenden Sportart steht", erklärt Georg Jillich. Das Vermeiden von Kollisionen mit Mitspielern oder Gegnern, das Ausbalancieren bei Stürzen aber auch die richtige Bewegungstechnik setzen ein hohes Maß an Koordination voraus. Besser koordinierte Sportler bewegen sich mit weniger Kraft- und Energieaufwand als weniger koordinierte Sportler und können demnach ihre Energiereserven in Training und Wettkampf besser ausreizen. "Es ist hinreichend belegt, dass das Ausführen verschiedener Sportarten und Bewegungsmuster die koordinativen Fähigkeiten des Bewegungssystems verbessern. Abwechslung macht also in Alltag und Sport flexibler und gewandter."

Erst denken, dann turnen

Um die Koordination zu schulen, dient in Zeiten wie diesen auch gern einmal eines jener Haushaltsutensil, das überall zur Genüge vorhanden sein sollte: Das gute alte Klopapier. Damit kann nämlich schnell und einfach eine Koordinationsleiter (siehe Video) gelegt werden. "Dabei wird einerseits die Trittsicherheit verbessert", erläutert der WOCHE bewegt-Experte. "Dinge unterschiedlich zu machen ist außerdem eine Herausforderung für Körper und Geist." 
Mit Bällen kann man auch hervorragend sein Köpfchen trainieren: Bei jedem Wurf ist die Flugbahn zu berechnen und diese Übung eignet sich auch perfekt als Partnerübung, egal, ob die Bälle parallel geworfen werden oder die Arme dabei gekreuzt werden.
Das Gleichgewicht gehört ebenso zu den koordinativen Fähigkeiten. Diese wird beispielsweise durch Beinschwingen mit gegengleichen Bewegungen der Arme trainiert. " Je schneller die Kommandos aneinandergereiht werden, umso schwieriger wird es ... und umso chaotischer", schmunzelt Jillich.

Mittrainieren und gewinnen

Alle Daheim-Sportler, die nicht mehr ganz alleine trainieren wollen oder endlich die Chance auf einen Online-Personal Coach nutzen möchten, haben hier die Möglichkeit dazu: Einfach ein Bild von der am besten – oder schlechtesten – gelungenen Koordinationsübung hier hochladen und eine exklusive Online-Trainingseinheit mit dem "WOCHE bewegt"-Coach Georg Jillich gewinnen. Was zählt, ist letztendlich die Freude an der Bewegung!

WOCHE bewegt daheim – die besten Schnappschüsse vom Koordinationstraining

Sollte das Hochladen nicht funktionieren, können die Fotos auch direkt an bewegung@woche.at gesendet werden – bitte dabei nicht auf die Angabe von Namen, Telefonnummer und Adresse vergessen.

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