Corona-Ticker
Contact-Tracing in der Steiermark ausgesetzt

Die fünfte Welle ist da: In der Steiermark sind aktuell  31.343 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
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Das regelmäßige Update zur Corona-Lage in der Steiermark: Hier berichten wir über Infizierte, Impfquoten und Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

Contact-Tracing in der Steiermark ausgesetzt

Durch die Rekord-Infektionszahlen der Omikron-Welle können derzeit Kontaktpersonen von Infizierten in der Steiermark nicht mehr erhoben und in Absonderung geschickt werden. Betroffen sind jene Personen, die Kontakt mit Infizierten hatten und nicht vorerkrankt und geimpft oder noch nicht ausreichend geimpft sind. Infizierte werden gebeten, ihre Kontaktpersonen selbst über die bestehende Infektion zu informieren.

„Momentan werden entsprechend den Vorgaben des Gesundheitsministeriums zur Priorisierung im behördlichen Vorgehen alle Ressourcen für die Absonderung der infizierten Personen benötigt“, betont Andreas Weitlaner im Namen der steirischen Bezirksverwaltungsbehörden.

Das kannst du als Kontaktperson tun

  • Isoliere dich freiwillig so gut wie möglich.
  • Informiere deine/n Arbeitgeber:in über einen Kontakt mit einer infizierten Person.
  • Arbeitgeber:innen sind dazu aufgerufen, den betroffenen Mitarbeiter:innen die Arbeit aus dem Home-Office zu ermöglichen.
  • Beobachte deinen Gesundheitszustand jedenfalls bis zum Tag 10 nach dem letzten Kontakt zur positiv getesteten Person.
  • Nutze die freiwilligen PCR-Test-Angebote, speziell die PCR-Heimgurgeltests.
  • Trage bei jedem persönlichen Kontakt eine FFP2-Maske.
  • Halte im Haushalt eine zeitliche und räumliche Trennung zu Haushaltsmitgliedern ein.
  • Bei akuten medizinischen Notfällen wähle den Notruf 144 und gib am Telefon an, dass du Kontakt zu einer Person hattest, die mit dem Coronavirus infiziert ist.
  • Sollten bei dir coronatypische Symptome auftreten, wähle das Gesundheitstelefon 1450 oder melde dich online beim Roten Kreuz unter covidverdacht.st für einen Test an.

Da für Kontaktpersonen kein behördliches Verfahren eingeleitet und keine Quarantäne verhängt wird, finden auch keine behördlich angeordneten Tests statt. Es ist seitens der Behörden auch nicht möglich, Bestätigungen dafür auszustellen, wenn sich Personen in freiwillige Absonderung begeben.

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Grazer Infektiologe hält Ruf nach Lockerungen für zu früh

Mit Heim-Gurgeltests freitesten

Die hohe Zahl an Neuinfektionen hat eine Neuerung im Pandemie-Management zur Folge. Ab morgen steht in der Steiermark ein neues Portal zur Verfügung, über das man sich auch mittels Heim-Gurgeltest aus der Quarantäne freitesten kann. 

Alle Details zum neuen System erfährst du hier:

Freitesten ab Mittwoch auch mit Heim-Gurgeltest

Steiermark auf Andrang durch Impfpflicht vorbereitet

„Wir begrüßen die beschlossene Impfpflicht und die Begleitmaßnahmen, wie die Lotterie, als zusätzliches Anreizsystem. Unsere Kapazitäten sind für etwaige Anstürme gut gerüstet", sagt Impfkoordinator Michael Koren. In der Steiermark gibt es aktuell rund 163.000 ungeimpfte Personen ab 18 Jahren, die von der Impflicht betroffen sein werden. Das entspricht 15,6 Prozent der impffähigen Personen

Die steirische Impfkoordination zeigt sich vorsichtig zuversichtlich, dass das Impfpflichtgesetz sowie die Lotterie, bei der jede zehnte Person gewinnen soll, noch etwas bewegen können. Begrüßt werden auch die Impfprämien für Gemeinden, die eine besonders hohe Impfquote haben. Bereits jetzt hätten die Gemeinden Krakau, Spital am Semmering und Eisenerz die Grenze von 80 Prozent überschritten.

Änderungen beim Kinderimpfen

Derzeit sind steiermarkweit rund 15.000 5- bis 11-Jährigen geimpft. Bisher gab es für Kinder spezielle Aktionen an einzelnen Tagen, das soll sich nun ändern: Ab 7. Februar wird es möglich sein, Kinder an jedem Wochentag an jeder Impfstraße in der Steiermark impfen zu lassen. Damit kein Kinderimpfstoff weggeworfen werden muss, wird er nur von Freitag bis Sonntag angeboten, Montag bis Donnerstag kommt der für Kinder zubereitete Erwachsenenimpfstoff zum Einsatz.

Nächste Termine für die Kinderimpfung

  • 1. Februar, von 12 bis 17:30 Uhr: Impfbus in Stainach (Zweitimpfungen)
  • 6. Februar, von 8 bis 14 Uhr: Impfstraßen Graz, Premstätten, Bruck, Judenburg, Hartberg und Leoben

Der Impfbus ist nach wie vor eine beliebte Initiative mit großem Zuspruch.
  • Der Impfbus ist nach wie vor eine beliebte Initiative mit großem Zuspruch.
  • Foto: Land Steiermark/Frankl
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Keine Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen

Personen mit dreifacher Impfung bzw. zweifacher Impfung und Corona-Vorerkrankung gelten aktuell nicht als Kontaktpersonen, wenn sie mit einer infizierten Person in Kontakt waren. Dementsprechend wird auch kein behördliches Verfahren eingeleitet und keine Quarantäne verhängt - auch nicht bei Haushaltsangehörigen von Infizierten.

Falls sich betroffene Personen in freiwillige Absonderung begeben, werden seitens der Behörden auch keine Bestätigungen ausgestellt. Daher sollte unbedingt vorab mit dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin gesprochen werden. Zudem werden für diesen Personenkreis auch keine behördlichen Testungen angeordnet.

Booster senkt Ansteckungsgefahr deutlich

Infektiologe Bernhard Haas von der KAGes präsentierte in der Steiermark die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Omikron-Variante. Am Beispiel von Daten aus Südafrika erläuterte Hass die Effektivität des Immunschutzes von Genesenen und die Wirkung der Impfungen:

„Die Ausgangsimmunität von Genesenen ist bei Omikron um einiges geringer als bei anderen Varianten. Wer allerdings genesen und geimpft ist, hat auch bei Omikron einen ähnlich hohen Schutz wie er für Genesene gegenüber anderen Varianten des Virus bestanden hat", so der Infektiologe.

Der Wissenschaftler unterstrich außerdem die Bedeutung der Booster-Impfungen: „Der Anstieg des Schutzes durch den Booster ist enorm. Die neuesten Daten zeigen, dass die Booster-Impfung den Immunschutz auf ein höheres Niveau, als man es nach dem zweiten Stich hatte, bringt. Daten aus Dänemark zeigen zudem, dass die Booster-Impfung auch vor Infektion schützt: Bei Dreifach-Geimpften hat sich laut diesen Daten das Infektionsrisiko für Personen im gemeinsamen Haushalt mit einem Infizierten halbiert. Wenn sich Geimpfte infizieren, scheiden sie weniger lang Viren aus und die Viruslast ist insgesamt geringer. Dafür entwickeln sich bei Geimpften schneller Symptome."

In der Steiermark wurden mittlerweile 573.467 Booster-Impfungen gesetzt (46% der Steirer:innen), im Bundesländer-Vergleich liegt die Steiermark damit stabil auf dem dritten Platz.

Kind hat Corona, darf man zuhause bleiben?

Ab 1. Februar: Änderungen beim Grünen Pass

Die Impfzertifikate verlieren ab 1. Februar nach sechs Monaten ihre Gültigkeit, sofern man keine dritte Impfung erhalten hat. Das betrifft rund 120.000 Personen, wovon allerdings bereits ein Großteil zu Impfterminen in den kommenden zwei Wochen eingeladen wurden. Dazu kommen außerdem auch Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren, da auch für diese Gruppe voraussichtlich in Zukunft die Sechs-Monats-Frist gelten wird.

„Wir sind in der Steiermark gut gerüstet für jene 50.000 Personen, die aufgrund der neuen Sechsmonatsfrist der Impfzertifikate im Jänner noch eine dritte Impfungen benötigen, um auch weiterhin einen gültigen Grünen Pass zu haben", erklärt Landesamtsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Wlattnig.

Verschärfte 2G-Kontrollen im Handel

Seit Dienstag muss ein 2G-Nachweis im Handel und in Dienstleistungsbetrieben beim Eingang bzw. spätestens beim Bezahlen der Ware oder der Dienstleistung kontrolliert werden.

In diesem Beitrag erfährst du, wie die Kontrollen genau erfolgen:

So funktionieren die 2G-Kontrollen ab Dienstag

Erfolgreiche Impfbilanz über die Feiertage

„Die Steiermark hat in den Weihnachtswochen in Relation zur Bevölkerung die meisten Drittimpfungen Österreichs gesetzt. Die Auffrischungsimpfungen wurden gut angenommen, sodass mit rund 540.000 drittgeimpften Personen und aktuell 43,3 Prozent Impfquote bei der Drittimpfung stark aufgeholt wurde", bilanzieren Michael Koren und Wolfgang Wlattnig von der Impfkoordination.

Der Dezember war mit rund 383.000 Impfungen der bisher stärkste Impfmonat seit Beginn der Impfkampagne. In der Steiermark wurden aber auch in der KW1 von Samstag bis Samstag gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten insgesamt wieder 52.103 Impfungen gesetzt, davon waren 36.104 Drittimpfungen und 4.148 Erstimpfungen.

Impfzertifikate von Johnson&Johnson-Geimpften ungültig

Mit 3. Jänner 2022 verloren in der Steiermark über 8.000 Impfzertifikate von einmalig mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson geimpften Personen ihre Gültigkeit. Die Impfkoordination Steiermark lädt diese Personen ein, sich rasch im Rahmen des freien Impfens ihre zweite Impfung zu holen:

„Ganz einfach die zweite Impfung bei den Impfstraßen, bei den Bussen oder bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten holen. Damit lebt nicht nur der Grüne Pass wieder auf, sondern sind diese Personen auch besser geschützt.“ (MichaelKoren und WolfgangWlattnig, Impfkoordination)

72,3% der Steirerinnen und Steirer verfügen über ein gültiges Impfzertifikat.
  • 72,3% der Steirerinnen und Steirer verfügen über ein gültiges Impfzertifikat.
  • Foto: Regionalmedien Steiermark
  • hochgeladen von Roland Reischl

31.343 Steirerinnen und Steirer aktiv infiziert

Aktuell sind insgesamt 31.343 Menschen (27.01., 23:59) aktiv mit dem Coronavirus infiziert. 5.874 Neuinfizierte kamen in den letzten 24 Stunden dazu. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in der Steiermark bei 2012,5 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner). Die Zahl der Menschen auf den Intensivstationen ist stabil, derzeit sind 16 Betten mit Corona-Patientinnen und Patienten belegt. 93 Betten stehen aktuell noch für weitere Corona-Fälle zur Verfügung. Seit Beginn der Pandemie sind in der Steiermark 2.530 Menschen in Zusammenhang mit Corona verstorben.

Regionale Hotspots

Neben Graz (8.018) und Graz-Umgebung (4.106) und Bruck-Mürzzuschlag (2.626) die meisten aktiven Infektionen auf. Die 7-Tage-Inzidenz ist aktuell in Liezen mit 2.700 am höchsten.

72,3% der steirischen Bevölkerung geimpft

934.852 Steirerinnen und Steirer sind zumindest einmal geimpft, 894.092 Menschen haben bereits zwei Impfungen, den dritten Stich haben aktuell 634.325 Menschen erhalten. 72,3% (in absoluten Zahlen 902.234) der steirischen Bevölkerung hat somit ein gültiges Impfzertifikat.

Während die Immunisierung bei den älteren Bevölkerungsgruppen sehr hoch ist - über 90 Prozent bei den Menschen, die älter sind als 75, gibt es bei Kindern und Jugendlichen noch Luft nach oben. Bei den 0 bis 12-Jährigen sind 15,8 Prozent, bei den 12- bis 24-Jährigen bereits 69,9 Prozent geschützt.

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