Fortbestand der Sonderschulen soll gesichert werden.

Kampf um die Sonderschulen: Hannes Amesbauer (FPÖ) kritisiert den Bund.
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  • hochgeladen von Roland Reischl

Die österreichische Bildungsreform wandelt ja auf einem schmalen Grat, mit einem Teilaspekt zieht man jetzt den Ärger der steirischen FPÖ auf sich: "Geht es nach den Vorstellungen von SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, sollen Sonderschulen bis 2020 sukzessive abgeschafft werden, das geht völlig an der Realität und an den Bedürfnissen der betroffenen Kinder vorbei", kritisiert der Bildungssprecher der FPÖ im Landtag, Hannes Amesbauer.
Denn in vielen Fällen könne eine Regelschule den entsprechenden Förderbedarf nicht kompensieren, worunter die Kinder vielmehr leiden als profitieren würden, so seine Sicht der Dimge. Viele Eltern von Kindern mit Behinderung würden befürchten, dass diese im gemeinsamen Unterricht mit Schülern ohne speziellen Förderbedarf zu kurz kommen könnten. „Je nach Beeinträchtigung des Kindes unterscheiden sich auch Beschulungs- und Betreuungsbedarf. Die Eltern wissen selbst am besten, welche Bedürfnisse ihr Kind hat und sollen darum auch weiterhin über die am besten geeignetste Schulform entscheiden können“, fordert Amesbauer.

Seine Kritik geht auch noch weiter: Die derzeit in Sonderschulen lernenden Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sollen zukünftig vermehrt in sogenannten „inklusiven Mittelschulen“ und speziellen „Integrationsklassen“ untergebracht werden. „Dies ist nichts weiter als eine große Inklusions-Lüge", so Amesbauer. „Ob diese Form der Integration tatsächlich stattfindet und ob diese Art von Betreuung für alle Schüler erfolgreich ist, darf bezweifelt werden.“

Zum Hintergrund: Im Schuljahr 2015/16 wurden österreichweit 30.701 Schüler mit besonderem Förderbedarf – davon 3.323 in der Steiermark – unterrichtet. Per Landtagsantrag fordert die FPÖ nun Bildungslandesrätin Ursula Lackner auf, sich für den Erhalt der Sonderschulen einzusetzen.

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