Landesrechnungshof-Prüfbericht
Verbesserungspotenzial im Energie-Haushalt von Amtsgebäuden

Ortet Verbesserungspotenzial beim Energie-Management steirischer Amtsgebäude: Landesrechnungshofdirektor Heinz Drobesch
  • Ortet Verbesserungspotenzial beim Energie-Management steirischer Amtsgebäude: Landesrechnungshofdirektor Heinz Drobesch
  • Foto: Land Steiermark
  • hochgeladen von Andrea Sittinger

Im Energie-Management der insgesamt 46 Amtsgebäude, die sich im Eigentum des Landes Steiermark befinden, ist noch Luft nach oben. Das belegt der aktuelle Prüfbericht des Landesrechnungshofs (LRH). Unter der Leitung von Direktor Heinz Drobesch wurden insbesondere die Bereiche Strom und Wärme untersucht und festgestellt, dass es – trotz vorhergehender energetischer Sanierungsmaßnahmen – Verbesserungspotenzial gibt. Positiv wird hingegen gesehen, dass bereits während der Prüf-Phase die Behebung von Mängeln eingeleitet wurde.

Nur bedingt Daten vorhanden

Die Klima- und Energiestrategie des Landes Steiermark definiert klare Maßnahmen und Ziele. Zu deren Erreichung kann ein professionelles Energie-Management einen wesentlichen Beitrag leisten, vornehmlich bei der Optimierung des Energieverbrauchs. Grundlage dafür ist allerdings, dass vollständige, korrekte und qualitätsgesicherte Daten zu den Gebäuden vorliegen. Das ist nur bedingt der Fall, stellte sich bei der Prüfung durch den LRH heraus.
Zwischen 2013 und 2018 wurden an 21 Amtsgebäuden energetische Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt. Allerdings waren bei diesen geprüften Gebäuden kaum direkte Auswirkungen auf den Energieverbrauch ersichtlich. Die Empfehlung des Landesrechnungshofs geht daher dahin, energetisch relevante Maßnahmen in das Energie-Management einfließen zu lassen. Im Zuge einer Wirksamkeitskontrolle könnten dann die Treffsicherheit der getätigten Investitionen erkannt und weitere Erkenntnisse daraus abgeleitet werden. 
Daneben sei auch der Status der Verträge mit den Energielieferanten zu kontrollieren. Der Rechnungshof stellte hier nämlich fest, dass mit zahlreichen Energielieferanten unterschiedliche Verträge, die teilweise schon vor geraumer Zeit abgeschlossen worden waren, zur Anwendung kommen.

Reaktionen der Opposition

"Vor einem Jahr hat ja die Landesregierung verkündet, dass sie endlich die Klimaneutralität in der Landesverwaltung umsetzen wollen", erinnert die Klubobfrau der steirischen Grünen Sandra Krautwaschl: "Nun zeigt der Landesrechnungshof, dass es in der Steiermark – obwohl schon 2010 der erste Klimaschutzplan beschlossen wurde – noch am Grundlegendsten fehlt!" Krautwaschl fordert daher Landeshauptmann Schützenhöfer & Co. auf, "die Klimakrise endlich ernst zu nehmen und die Empfehlungen des Landesrechnungshofes raschest umzusetzen. Sonntagsreden und Ankündigungen nützen niemandem!"
Denselben Vergleich bemüht auch Neos-Klubchef Niko Swatek in Bezug auf den aktuellen Rechnungshofbericht: "In Sonntagsreden verspricht die Landesregierung den Kampf gegen den Klimawandel. Energie in der Landesverwaltung zu sparen gelingt ihr aber nicht. Die Landesregierung muss die Defizite der letzten Jahre nachholen und jetzt mit vernünftigem Energiemanagement ihre Hausaufgaben nachholen. Wir sind es den nächsten Generationen schuldig, die dringend notwendige Energiewende zu starten. Das Land Steiermark muss beim Klimaschutz endlich Meter machen", so Swatek.


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