PR-Panther 2019
Werbung wirkt – das ist (k)eine bezahlte Fläche!

PR-Arbeit, aber richtig: Die Kommunikationsprofis Thomas Zenz (l.) und Martin Novak im Gespräch mit der WOCHE.
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  • PR-Arbeit, aber richtig: Die Kommunikationsprofis Thomas Zenz (l.) und Martin Novak im Gespräch mit der WOCHE.
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  • hochgeladen von Roland Reischl

Nur noch wenige Tage: Am 10. Dezember geht im Styria-Medientower in Graz die Preisverleihung des PR-Panthers 2018, dem Preis für gelungene, professionelle Öffentlichkeitsarbeit. Rund 60 Projekte wurden nominiert, eine stolze Anzahl – sehr zur Freude der Veranstalter Martin Novak und Thomas Zenz (Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer).

PR: Silberstein ist nicht der Maßstab

Im Gespräch mit der WOCHE machen sich die beiden Kommunikationsprofis stark für ihre Branche. "Ehrlicherweise muss man ja sagen, dass es der englische Begriff ,advertorial‘ eigentlich ja viel besser trifft", hält Novak fest. In jedem Fall, egal ob es Inserat oder Textform ist, handle es sich um bezahlte Fläche. "Und für deren Kennzeichnung kämpfe ich leidenschaftlich", ergänzt Novak. Nicht nur, weil es rechtlich notwendig sei, sondern auch, weil es beim Konsumenten für Klarheit sorge. "Die Form ist ja ohnehin egal, es geht immer um den Inhalt, der muss aus sich heraus überzeugend sein", ist Zenz von gute, konstruktiver PR-Arbeit überzeugt. Auch wenn man PR in den letzten Jahren (Stichwort Silberstein-Affäre) vorrangig mit "negativ campaigning" in Verbindung bringt? "Bei diesen Dingen handelt es sich nicht um schlechte PR, sondern vielmehr um falsche Inhalte", stellen die beiden unmissverständlich fest. In der Summe stelle sich das auch anders dar: "Die meisten PR-Kampagnen drehen sich um positive Dinge. Man schaue sich nur die Anti-Raucher-PR der letzten Monate an, ein absolut positiv besetztes Thema", führt Zenz ein leuchtendes Beispiel an.

Kommunikation ist wie Fußball

"Ohne PR-Arbeit würden viele wichtige Dinge nicht erzählt", ist Zenz überzeugt.
Beide sind davon überzeugt, dass klassische Medien, wie eben Zeitungen, die Vorteile von PR nicht ausreichend nutzen: "„Die Dinge, die wirklich funktionieren, sind durch Medien gefiltert, das ist für die Glaubwürdigkeit von PR-Arbeit wichtig", so Zenz. PR-Arbeit müsse einen redaktionellen Mehrwert liefern, damit sie Zielgruppe erreiche. In Zeiten von Fake News werde die Filterfunktion der klassischen Medien immer wichtiger. "Soziale Medien sind wichtig, aber es fehlt ihnen halt an Glaubwürdigkeit", hält Zenz fest.
Was macht also gute PR-Arbeit aus? "Wir stehen vor dem Phänomen, dass sich die Geschwindigkeit erhöht und im Gegenzug die Aufmerksamkeitsdauer der Menschen geringer wird, die Betrachtung von Inhalten daher oberflächlicher", erläutert Novak. "In diesem Spannungsfeld ist es unsere Aufgabe, den Kunden zu beraten, welche Wirkung seine Inhalte haben werden. Vertrauen schaffen und ausbauen – das ist es, was gelingen muss", ergänzt Zenz. Und was macht es manchmal schwierig? "Kommunikation ist ein bisschen wie Fußball-Teamchef. Davon versteht auch jeder Österreicher etwas ...", schmunzeln die beiden PR-Experten.

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