Der 'Michelangelo' von Tattendorf

Wie viele Holz-Skulpturen er schon angefertigt hat, weiß Franz Weghofer selbst nicht: "Jedes kleinste Stück Holz wird verarbeitet."
  • Wie viele Holz-Skulpturen er schon angefertigt hat, weiß Franz Weghofer selbst nicht: "Jedes kleinste Stück Holz wird verarbeitet."
  • Foto: E. Schmidbauer
  • hochgeladen von Elisabeth Schmidbauer

Franz Weghofer aus Tattendorf fertigt seit mehr als 20 Jahren als Künstler Skulpturen aus Holz an.

TATTENDORF. Eigentlich hat das Holz sehr früh seinen Weg zu Franz Weghofer gefunden - und seitdem nicht mehr losgelassen. "Das war 1962 und ich war gerade 14 Jahre alt", erzählt er. "Damals absolvierte ich nach der Schule eine Tischlerlehre." Allerdings sollte es noch bis zum Jahr 1990 dauern, bis Weghofer die Kunst für sich entdeckte.

"Wunderbarer Werkstoff"

"Dabei arbeitete ich künstlerisch zunächst mit Alabaster, einem sehr weichen Stein", so Weghofer. Bei einem Urlaub in der Toskana fand der gebürtige Tattendorfer dann in einem Garten ein Stück Olivenholz und war sofort verzaubert vom schönsten Holz Europas, wie er sagt: "Es ist einfach ein wunderbarer Werkstoff. Holz schafft eine warme Atmosphäre, es wächst natürlich und es riecht unglaublich gut beim Verarbeiten." Also begann er Olivenholz mit Alabaster und später mit anderen Materialien zu kombinieren. Jedes Jahr reist er dafür in die Toskana, wo er das Holz besorgt.

Wichtig: Eigendynamik

"Interessant ist ein Stück Holz dann für mich, wenn es eine Eigendynamik hat", sagt der Künstler. "Und das ist der Vorteil von Olivenholz: denn die Olivenbäume sind meistens sehr verwachsen und vital in ihrer Form." Wie sich eine Skulptur unter seinem Werkzeug entwickelt, könne er im Vorfeld nie sagen. "Ich hole nur raus, was schon da ist, was die Natur mir anbietet", sagt Franz Weghofer und fügt lachend hinzu: "Deswegen sagte ein Freund einmal über mich, ich sei der Michelangelo von Tattendorf, ich nehme eine Kuhflade und mache Butter draus!" Auch thematisch lässt sich Franz Weghofer nicht einengen und überlässt die Interpretation seiner Skulpturen lieber dem Betrachter. "Wenn mich jemand fragt, was eine Skulptur denn darstellt, anworte ich immer mit der Gegenfrage, was die Person denn in der Skulptur sehe", meint er.

Gartenausstellungen

Zwar macht Weghofer derzeit eine künstlerische Pause, wie er sagt, dennoch könne man seine Kunst weiterhin besichtigen: Im Sommer starten seine Gartenausstellungen "Kunst und Abenteuer".

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