'Eine alkoholisierte Dummheit'

Unbekannte zerstörten die Skulptur "Zwanglos".
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Unbekannte demolierten kürzlich in Siegersdorf die Skluptur der örtlichen Künstlerin Maria Hoffmann.

SIEGERSDORF. "Es ist einfach ärgerlich", sagt Maria Hoffmann. "Ich hatte da so einen Aufwand damit und dann hauen sie es einfach zusammen." Maria Hoffmann ist Künstlerin und wohnhaft in Siegersdorf. Hier, direkt vor ihrem Haus an der Straße, stand bis vor Kurzem noch eine Skulptur. Die hatte sie in Kollaboration mit ihren Brüdern für das Niederösterreichische Viertelfestival entworfen und gebaut. "Zwanglos hieß das Objekt und wurde 2015 im Zuge des Festivals mit einer Performance eröffnet", so Hoffmann. Teile der Skulptur bestanden aus einer Ziegelmauer, die wurde dabei durchbrochen - ganz im Sinne des Festivalthemas "Durchbruch".

"Ein paar Rauschige"

Seitdem stand die Skulptur an derselben Stelle, hier gegenüber von Hoffmanns Haus. Bis zum örtlichen Feuerwehrfest, das kürzlich stattfand. "Nach dem Fest in der Nacht haben sich wahrscheinlich ein paar Rauschige eine Gaudi gemacht und sind wohl raufgekraxelt, obwohl dortstand, dass man es nicht betreten soll", erzählt die Künstlerin. "Und das hat die Skulptur natürlich nicht ausgehalten." Das Ergebnis: Das Objekt brach ins sich zusammen. "Ich war natürlich entsetzt, als ich das sah", sagt Hoffmann. Was die Sache noch ärgerlicher macht: "Das Objekt wurde bei einer Kunstausschreibung der ASFINAG ausgewählt und sollte im September auf den Rastplatz nach Potzneusiedel umgesiedelt werden – das Podest und die Beschriftungstafel wurden bereits angefertigt", erzählt Hoffmann. "Das haben wir jetzt verschieben müssen - wir werden die Skluptur aber noch einmal neu anfertigen, etwas reduzierter und noch sicherer."

Täter: unbekannt

Wer die Täter waren ist bislang nicht bekannt. "Und ich glaub auch nicht, dass die Polizei da irgendwen findet", so Hoffmann. "Wir Anrainer haben ja alle nichts gehört oder gesehen - es gibt also keine Zeugen. Ich hoffe nur, dass die Verantwortlichen jetzt in der Zeitung davon lesen und wenigstens ein schlechtes Gewissen bekommen." Gleichzeitig gibt sich die Künstlerin aber versöhnlich. "Ich glaube nicht, dass das Absicht war", sagt sie. "Das war einfach eine alkoholisierte Dummheit."

Autor:

Elisabeth Schmidbauer aus Steinfeld

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