Bergwanderungen im Winter
Gutensteiner Alpen - Naturpark Sierningtal - Flatzer Wand (NÖ)

Ortseinfahrt von Flatz
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Liebe Leserinnen und Leser, liebe Berg- und Naturfreunde!

Diesmal geht unsere Fahrt von Weigelsdorf über Wiener Neustadt nach Neunkirchen und Mahrersdorf, danach bis zur Ortschaft Flatz.
Bei der Ortstafel kann man schon die Flatzer Wand erkennen. In Flatz gelangt man über die Wandgasse zu einem öffentlichen Parkplatz (Waldbauer), der als Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen dient. Hier gibt es neben einem Kinderspielplatz auch eine Grillstätte mit einer Hütte, außerdem eine große Tafel mit der Beschreibung diverser Wanderrouten. Wir entscheiden uns für eine Panoramarunde über die Flatzer Wand bis zum Neunkirchner Naturfreundehaus.

Der gut markierte und mit Hinweisschildern versehene Weg führt uns zuerst zum "Langen Loch".
Die Flatzer Wand ist reich an Höhlen, aber die bekannteste ist die Flatzer Tropfsteinhöhle, auch "Langes Loch" genannt. Sie wurde in den Jahren 1904 bis 1906 freigelegt und als Schauhöhle erschlossen. Von 1906 bis 1920 konnte sie an Sonntagen besichtigt werden. Heutzutage ist sie frei zugänglich, nur im Winter ist sie zum Schutz der Fledermäuse versperrt.
Funde, die aus dieser Höhle zu Tage gebracht wurden (Werkzeuge, Tonscherben, Knochen verschiedener Tiere, u.a. auch Teile eines Höhlenlöwen) waren bis zu 3000 Jahre alt. Die Höhle beinhaltete viele Sinterbildungen und uralte Tropfsteine (Stalaktiten von den Decken hängend bzw. Stalakmiten vom Boden wachsend). Leider sind mittlerweile die ehemals so beeindruckenden Tropfsteinformationen stark beschädigt.

Nach diesem kurzen Abstecher kehren wir wieder auf den Flatzer Wandsteig zurück, über den wir nach mehreren Serpentinen schnell, aber steil nach oben kommen. Hier führt der Weg entlang der Felsabstürze mit einem wunderbaren Fernblick bis zur Rosalia, der Buckligen Welt und bis nach Seebenstein und dem Türkensturz. Es bieten sich aber auch Tiefblicke ins Tal, wie z.B. nach Neunkirchen und Ternitz.

Auf dem weiteren Weg zum Neunkirchner Naturfreundehaus, oftmals als "Flatzer Hütte" bezeichnet, gibt es immer wieder Rastplätze mit einem wunderschönen Ausblick und entsprechenden Informationstafeln. In der Folge treffen wir auch auf mehrere Steige mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, die auf die Wand führen. Wir setzen aber unseren Weg Richtung Schutzhaus fort. Beim Naturfreundehaus angekommen, erwartet uns eine Naturterrasse mit einer herrlichen Aussicht.

Der Rückweg führt uns durch den Wald über den Flatzer Anger bis zum Parkplatz Waldbauer am Ortsrand von Flatz, wo unser Auto zur Heimfahrt wartet.

Ich wünsche gute Unterhaltung mit der Fotodokumentation!
Liebe Grüße
Silvia

Autor:

Silvia Plischek aus Steinfeld

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