Kinder sind keine Ölsardinen

Selbst an diesem "relativ schwachen" Tag mussten sich die Kinder in das einzige öffentliche Verkehrsmittel zwängen.
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  • Selbst an diesem "relativ schwachen" Tag mussten sich die Kinder in das einzige öffentliche Verkehrsmittel zwängen.
  • Foto: Andreas Kollross
  • hochgeladen von Markus Leshem

Update: http://www.meinbezirk.at/leobersdorf/chronik/ein-sieg-fuer-die-schueler-d713072.html

TRUMAU (les). Bürgermeister und Kinderfreund Andreas Kollross mochte seinen Augen nicht trauen. Nach Hinweisen einiger Jugendlicher, der Schulbus wäre mit Kindern vollgestopft, wollte sich der Ortschef selbst davon überzeugen und wartete um 7 Uhr früh mit der örtlichen Jugend auf den Abtransport Richtung Schule.

Verzicht auf Freifahrt
Wie Tiere, in einem viel zu kleinen Viehtransporter, sind die Schüler aneinandergepfercht. Manche werden an Fensterscheiben gedrückt, die Türen können vom Fahrer erst nach mehrmaligen Versuchen geschlossen werden. Ein Jugendlicher wendet sich an den Bürgermeister: "Sie haben sich heute aber den falschen Tag ausgesucht. Normalerweise geht es noch viel schlimmer zu." Ortschef Kollross sieht dringenden Handlungsbedarf: "Es ist ein Wahnsinn, was hier passiert. Die Sicherheit unserer Kinder ist massiv gefährdet und das lassen wir uns sicher nicht mehr länger gefallen. Manche Eltern verzichten auf die Schülerfreifahrt und bringen die Kinder selbst zur Schule, weil sie Angst haben, dass ihnen etwas passiert."

Gemeinsame Resolution
Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde einstimmig eine Resolution beschlossen und verfasst: "Das Schreiben ging an das zuständige Ministerium, das Busunternehmen, die Postbus AG und an den Verkehrsverbund Ostregion (VOR). Wir verlangen eine rasche Lösung, z.B. in Form eines zusätzlichen Busses." Bisher kam von keiner zuständigen Stelle eine Antwort. Wie lange will Kollross warten? "Nicht lange. Bis Mitte Oktober gebe ich den Herrschaften Zeit, dann werden wir uns weitere Schritte überlegen."

Frage der Zuständigkeit
Zuständig für den Schülertransport sowie die Sicherheit der Kinder im Autobus ist das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend. Geregelt durch den sogenannten Familienlastenausgleichsfonds trägt das Ministerium die Kosten für die Schülerfreifahrt und verfügt über die Anzahl der, zum Transport bereitgestellten, Autobusse.

Selbst an diesem "relativ schwachen" Tag mussten sich die Kinder in das einzige öffentliche Verkehrsmittel zwängen.
"Hier ist die Sicherheit der Kinder gefährdet und das lassen wir uns nicht länger gefallen." - Bürgermeister Andreas Kollross

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