"Spüren Krise nicht so"

Im Innenbereich gilt derzeit Maskenpflicht.
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Während andere Unternehmen um ihre Existenz kämpfen, spürt Reifenbranche wenig von der Rezession.

SEIBERSDORF. Österreich befindet sich in einer coronabedingten wirtschaftlichen Rezession. Unternehmen vielerorts müssen Stellen abbauen oder Konkurs anmelden. Allerdings finden sich auch Firmen und Branchen, die die derzeitige Wirtschaftskrise besser bewältigen als andere: "Wir können uns nicht beschweren", so Franz Fichtenbauer von FIBO Reifen in Seibersdorf. "Wir spüren die Krise nicht so, unsere Branche ist insgesamt wohl nicht so davon betroffen."

Aufträge: aufgeschoben

Natürlich seien während des Lockdowns nur Notdienste verrichtet worden, nur zwei Mitarbeiter seien vor Ort gewesen, der Rest im Homeoffice. "Die Aufträge wurden aber nicht storniert, sondern aufgeschoben", so Fichtenbauer. "Reifen braucht man immer, zudem war Frühling und die Leute mussten von Winter- auf Sommerreifen umsteigen." Auch während des Sommers lief das Geschäft zufriedenstellend: "Vor allem aus der Landwirtschaft kamen mehr Aufträge - da lief es sogar besser als sonst. Geschwächelt haben die Aufträge von den LKW und von der Industrie." Was aber auch logisch sei, denn die Unternehmen befänden sich in einer Wartehaltung. "Die wollen erst mal abwarten, wie sich die Wirtschaft weiterentwickelt, bevor aufschiebbare Investitionen getätigt werden", so Fichtenbauer.

Schutz für alle

Natürlich habe sich in der Arbeitsweise einiges geändert, schließlich wolle man sich selbst und das Team vor dem Virus schützen. "Wir haben vor allem jetzt wieder die Maßnahmen verstärkt. In den Innenbereichen müssen alle Masken tragen. Kunden sollen in der Montagehalle nicht verweilen und nur das Auto abstellen. Und im Büro dürfen immer nur zwei Kunden gleichzeitig sein. Zum Schutz der Büroangestellten haben wir außerdem Plexiglaswände aufgebaut", erklärt Fichtenbauer.

Rallye verschoben

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: das jährliche Pothole Rodeo-Racing, das Teilnehmer durch elf Balkenstaaten führt, musste abgesagt werden. Franz Fichtenbauer war mit den FIBO-Teams "Reifenschinder" und "Firefighter" seit Jahren mit dabei. "Dieses Jahr wäre das nicht zu verantworten gewesen, daher wurde sie auf nächstes Jahr verschoben", so der Rallye-Fan.

Im Innenbereich gilt derzeit Maskenpflicht.
Franz Fichtenbauer von FIBO Reifen.

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